Wiener Linien zur Kritik der Freiheitlichen am U-Bahn-Bau

Vorwurf der verteuerten U-Bahn-Baukosten nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Gegenüber den in der Planungsphase der U3-Verlängerung nach Simmering kalkulierten Schätzungen der Gesamtkosten von etwa 5,5 Mrd. Schilling betrugen die tatsächlichen Baukosten nach Bauabschluss der U3 - laut Aufstellung des Rechnungshofes - nur 4, 43 Mrd. Schilling.
Ganz offensichtlich ist dies im Gegensatz zu der vom Klub der Freiheitlichen behaupteten Verteuerung eine Verbilligung von über einer Milliarde.

Auch bei U3-Simmering Vergabe an den Bestbieter

Der vorerst scheinbare Bestbieter für den Bauabschnitt Gasometer hatte seinen angebotenen Preis mit verschiedenen Bedingungen bzw. Einschränkungen verknüpft. Nach entsprechender Bereinigung musste er - im Vergleich mit den anderen Bietern - an die achte Stelle gereiht werden.

Vergleich Wien - München ist ohne Aussagekraft

Die dominierenden Kosten beim U-Bahn-Bau liegen neben vielen Faktoren vor allem im Stationsbau. So sind die Anzahl und Art der Stationen sowie die bautechnischen Schwierigkeiten bedingt durch die Untergrundverhältnisse von großer Auswirkung auf die gesamten Baukosten.
Für jeden U-Bahn-Benützer ist mit freiem Auge erkennbar, dass sich z.B. die U1 Hochstation "Alte Donau" von der U3 Tiefstation "Westbahnhof" wesentlich unterscheidet und somit kostenmäßig in eine andere Kategorie einzuordnen ist, obwohl am Netzplan kein Unterschied zu erkennen ist.
In Wien beträgt der durchschnittliche Stationsabstand 700 Meter, München hat nur alle1000 Meter eine Station. Die Stationsdichte ist in Wien zum Vorteil der Kunden - schnelle Erreichbarkeit und bessere Erschließung - besonders hoch. Der stark vereinfachte Vergleich von Baukosten je U-Bahnkilometer besitzt daher absolut keine Aussagekraft. (Schluss) wstw

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Linien GmbH & Co KG / Pressestelle
Tel.: 01/7909-44400
Fax: 01/7909-44490
e-mail: johann.ehrengruber@wienerlinien.co.at

Mag. Johann Ehrengruber

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WSP/WSP