WUK: Feuer am Dach

Krisengespräch zur finanziellen Situation des Werkstätten- und Kulturhaus am kommenden Montag im Kulturamt

Wien (OTS) - Trotz steigender Besucherzahlen und steigender Veranstaltungen sieht die finanzielle Situation im Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) alles andere als rosig aus. Grund dafür sind die fehlenden Projektförderungen und die schon seit Jahren gleich bleibende Basissubvention. Damit wird nicht einmal die vollständige Arbeitsfähigkeit des Veranstaltungshauses gedeckt und für die Projektplanungen und -durchführungen bleibt überhaupt nichts über.

Die Eigenerlöse aus dem Veranstaltungsbetrieb sind zwar in den letzten Jahres gestiegen, durch das vielfältige Programm ist jedoch eine weitere Kapazitätssteigerung weder personell noch technisch machbar.

"Es macht doch keinen Sinn, uns finanziell gerade noch am Leben zu erhalten und zugleich von uns auch noch tolle Projekte zu erwarten", so ein Programmgestalter des Hauses, dem für heuer mehrere Projekte abschlägig beschieden wurden. Die Entscheidungskriterien, wann gefördert wird und wann nicht, wurden dabei nicht offen gelegt.

Aus der Sicht des WUK fehlt der Stadt Wien ein klares Konzept für Förderungen im Kulturbereich. Die Methode, Basisförderungen und Projektförderungen gleichzeitig einzusparen, ist sicherlich kein zielführender Weg.

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist für einen Veranstaltungsbetrieb eine höhere Basissubvention sinnvoll, um Strukturen effizient gestalten zu können, so der Geschäftsleiter des WUK, Dipl. Ing. Hans Flasch. Das ist langfristig gesehen auch für Stadt und Bund die kostengünstigere Variante. Wenn jedoch keine Erhöhung der Basissubvention erfolgt, dann müssen zumindest einzelne Projekte gefördert werden, sonst kann das WUK seiner Aufgabe, für die Stadt Wien ein lebendiger, innovativer Veranstaltungsbetrieb zu sein, nicht gerecht werden.

Am 4. März werden dazu mit Kulturstadtrat Dr. Mailath-Pokorny, der öffentlich schon zweimal eine Erhöhung der Subvention angekündigt hatte, weitere Verhandlungsgespräche erfolgen.

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Mag. Ruth Rieder
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