BRINEK: MASSGESCHNEIDERTE BILDUNG DURCH FACHHOCHSCHULEN

Heute wird im Nationalrat weiterer Meilenstein zur Verbesserung gesetzt

Wien, 28. Februar 2002 (ÖVP-PK) Ein Fachhochschul-Studium ist praxisorientiert und wissenschaftlich fundiert zugleich. Es ist für jene ein besonderes Angebot, die ein kompaktes, vorstrukturiertes Studienangebot suchen und in überschaubarer Zeit mit einem Studienabschluss rechnen wollen, fasste heute, Donnerstag, die ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Dr. Gertrude Brinek die Gründe für die "Erfolgsstory der Fachhochschulen" im Zuge der Debatte über das Fachhochschulstudiengesetz im Nationalrat zusammen. ****

Die Nachfrage nach einem Platz in der in der FHS steige ständig. Sie reiche vom Verhältnis 2:1 (Nachfrager zu Platzangebot) bis zu 12:1. Es wäre aber falsch, jeder Nachfrage nachzukommen. Es werde auch nicht in jeder kleinen Gemeinde eine FHS geben können.

Neue Weichenstellungen und Ansätze zur Steuerung erwartet sich die Abgeordnete vom FHS-Entwicklungsplan III. Damit sei auch eine wichtige Herausforderung angesprochen: "Wie speziell muss in Zukunft Ausbildung ausschauen, um für die zukünftige Arbeitswelt gerüstet zu sein? Eine zweite Herausforderung steckt in der Frage: Welche neuen FHS-Studiengänge sollen künftig eingerichtet werden? Erste Ansätze zeichnen sich im Bereich Technologie und Biotechnologie ab. Ich vertraue der Kompetenz des FHS-Rates und der FHS-Konferenz, den Mitgliedern der Geschäftsstelle und den einbezogenen Experten", betonte die ÖVP-Abgeordnete.

Als am Beginn der 90er-Jahre die ÖVP mit ihrem Wissenschaftsminister Erhard Busek die politische Öffentlichkeit mit dem Vorschlag Fachhochschulen (FHS) zu errichten, erstmals konfrontierte, sei erst nach und nach Zustimmung und Unterstützung gekommen; denn der Zweifler gab es viele, erinnerte die Abgeordnete. Seit 1994 gebe es nun in Österreich Fachhochschulen und Fachhochschul-Studiengänge, und sie alle sind zu erfolgreichen Einrichtungen geworden.

Heute würde ein wichtiger Meilenstein zur weiteren Verbesserung gesetzt, verwies die ÖVP-Wissenschaftssprecherin auf den leichteren Übergang zum Doktoratsstudium und die verbesserte Schnittstelle zum sekundären Bildungswesen. FHS-Studien sollen künftig auch dreijährige Bakkalaureat-Studien anbieten, an die sich Master-Studien (ein bis zwei Jahre) anschließen können. "Damit wird unser Bildungssystem vielfältiger und optionenreicher. Jugendliche können eine geradezu maßgeschneiderte Bildungs- und Berufskarriere wählen" so Brinek.

Im Studienjahr 2001/02 gibt es 14.500 FHS-Studierende in 93 Studiengängen, ein Jahr zuvor seien es noch 11.766 gewesen. Allerdings seien die Fachhochschulen nur zu einem Drittel von Mädchen besucht. Deshalb müsse man den Mädchen Mut machen und bestehende Mädchen-Programme ausbauen. "Ein Studium an einer Fachhochschule ist absolut zukunftsträchtig", so Brinek abschließend.

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