Kuntzl: Integration ist Blau-Schwarz keinen Cent wert

Heftige Kritik an der geplanten Öffnung aller Branchen für Saisonniers

Wien (SK) "Die blau-schwarze Regierung schafft ein Zwangsinstrument und ist nicht einmal bereit, die Kosten dafür zu tragen", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl, dass sich der Bund laut "Presse" nicht einmal teilweise an den Kosten für die im Integrationspaket vorgesehenen Deutschkurse beteiligt und diese den Arbeitgebern überträgt. "Das passt ins Bild dieser Koalition: Integration ist Blau-Schwarz keinen Cent Wert." Wenn nun offensichtlich der Preis für die Zustimmung der Wirtschaft jener ist, dass alle Branchen für Saisonniers geöffnet werden sollen, "dann geht die Regierung noch einen Schritt weiter und sagt damit klar und deutlich, dass ihr Integration nicht nur nichts Wert, sondern definitiv unerwünscht ist. Ausländern soll das Leben in Österreich so schwer wie möglich gemacht werden. Willkommen sind sie nur als Arbeitnehmer zweiter Klasse, rechtlos und ohne soziale Ansprüche und mit der Versicherung, dass sie nicht in Österreich bleiben und ohne geringste Chance auf Integration sind." Dafür sei die Regierung offenbar auch bereit, sich gegen die Interessen der österreichischen ArbeitnehmerInnen zu richten, indem sie bewusst Lohn- und Sozialdumping produziert. ****

Sowohl mit dem Abwälzen der Kosten der Deutschkurse als auch mit der Verweigerung von Integration stehe die Regierung in krassem Gegensatz zu dem von ihr zum Vorbild erkorenen holländischen Modell: In den Niederlanden werden Zuwanderer
gezielt unterstützt und nachhaltig in die Gesellschaft eingegliedert. So sieht das holländische Modell einen umfassenden Sprachkurs vor, der von der Regierung finanziert wird. Aus 40 Kursmodellen wird jeweils ein maßgeschneidertes einjähriges Programm zusammengestellt, das die bestmögliche Integration ermöglicht. Abschiebung als Sanktion ist in den Niederlanden kein Thema. (Schluss) se

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