Niederwieser: Für mehr FH-Studenten ohne Matura

Wien (SK) "Gerade bei einem so praxisorientieren Studium, wie jenem an der Fachhochschule, muss der Anteil jener Studenten ohne Matura erhöht werden, was auch der ursprünglichen Zielsetzung dieser Ausbildung entspricht", forderte SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser am Donnerstag im Nationalrat. Der Anteil dieser Studierenden betrage derzeit nur acht Prozent, sei aber schon bei elf Prozent gelegen. Der heutigen Novelle zum FH-Studiengesetz werde die SPÖ allerdings zustimmen, da die darin geplante Einführung von Bachelor- und Masterlehrgängen, den Absolventen Chancen in ganz Europa eröffne. Niederwieser wies zwar darauf hin, dass die Fachhochschulen bis dato vom Sparkurs der Bundesregierung verschont geblieben seien, versicherte die Bundesregierung aber, dass "die SPÖ darauf schauen wird, dass das auch so bleibt." ****

Er erinnerte zudem daran, dass gerade die FPÖ in der Anfangszeit der Fachhochschulen stets heftig "gegen diese Erfolgsgeschichte" argumentiert hatte. Niederwieser fordert überdies einen Ausbau dieses Bildungsangebotes in den Bereichen Umwelt, Soziales, Medien und Internationales und eine bessere Übertrittsmöglichkeit zu den Universitäten.

Der SPÖ-Wissenschaftssprecher sagte in seiner Rede zwar die Unterstützung der SPÖ für die geplante Novelle zu, nannte jedoch einen Punkt, den seine Fraktion nicht unterstützen werde: "Die Kompetenzen für die Standortfestlegung sollen beim Fachhochschulrat belassen werden", und sollen nicht dem Ministerium überantwortet werden. Generell forderte Niederwieser eine Konsolidierung der FH-Standorte. Eine schnellere Entwicklung wünscht er sich auch in Richtung Anerkennung der A-Wertigkeit der an Fachhochschulen erreichten Abschlüsse. "Hier wäre Speed einmal angebracht gewesen", so Niederwieser abschließend. (Schluss) re

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