Personalvertretung der Sicherheitswache gegen Skandalberichterstattung

Uniformierte Polizei nicht in die Nähe des organisierten Verbrechens bringen

Wien (ÖGB). Die Art und Weise der medialen Berichterstattung, die darauf abzielt, die uniformierte Polizei in die Nähe des organisierten Verbrechens zu bringen, wird seitens des Zentralausschusses der Bundessicherheitswache auf das Schärfste verurteilt.++++

Die Stellungnahme im Wortlaut:

Wir stellen dazu fest, dass dem Zentralausschuss der Bundessicherheitswache kein einziger derartig gelagerter Fall im Bereich der uniformierten Polizei bekannt ist.

Wir verwehren uns entschieden gegen die begriffliche Pauschalverurteilung der Bundessicherheitswache.

Die Personalvertretung erwartet sich von einer Einheit wie dem Büro für interne Angelegenheiten (BIA), das in einem derart sensiblen Bereich seine Aufgabe wahrzunehmen hat, dass es mit Zahlen, die Schlüsse auf verbrecherisches Handeln von Polizeibeamten zulassen, korrekt umgeht, und nicht an einem Tag drei verschiedene Zahlen präsentiert. Außerdem wird die im Interview des BIA-Mitarbeiter geäußerte Unterstellung, dass Polizisten dazu in der Lage wären auf Autos von BIA-Angehörigen Bomben anzubringen oder sonst hinter BIA-Angehörigen her zu sein, auf das Schärfste zurückgewiesen. Solche Unterstellungen lassen wir uns nicht gefallen.

Rund 11.000 Sicherheitswachebeamte leisten ausgezeichnete Arbeit und genießen dafür auch das Vertrauen der Bevölkerung. Dieses Vertrauen lassen wir uns durch derart unprofessionelle Arbeit des BIA nicht zerstören. Der Schaden für die Exekutive ist enorm.

ÖGB, 28. Feber 2002
Nr. 166

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Vors. des Zentralauschusses der Sicherheitswache
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Franz Pail

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