ARMENIENS PRÄSIDENT KOTSCHARJAN IM GESPRÄCH MIT PRÄSIDENT FISCHER Die Themen: Vertiefung der bilateralen Beziehungen und Berg- Karabach

Wien (PK) - Der Präsident der Republik Armenien, Robert Kotscharjan, besuchte im Rahmen seines Arbeitsbesuches in Österreich heute Nachmittag das Parlament, wo ihn Nationalratspräsident Heinz Fischer willkommen hieß und zu einem Gespräch über bilaterale und internationale Fragen bat.

Präsident Fischer informierte seinen Gast einleitend über die innenpolitische Situation in Österreich und den Verlauf der heutigen Nationalratssitzung sowie über die Haltung der Parteien zum großen Thema der EU-Erweiterung, wobei er auch seine Freude über die Mitgliedschaft Armeniens im Europarat zum Ausdruck brachte. Weiters teilte Fischer dem armenischen Staatspräsidenten mit, dass er vorgeschlagen habe, das Ratifikationsverfahren für
das wechselseitige Investitionsschutzabkommen auf
parlamentarischer Ebene zu beschleunigen.

Präsident Kotscharjan zeigte sich sehr interessiert an der Vertiefung der Beziehungen mit Österreich und sprach sich seinerseits für eine rasche Ratifikation des Investitionsschutzabkommens aus. Armenien wolle insbesondere auch den wirtschaftlichen Austausch mit Österreich intensivieren,
zumal die bestehenden Handelsvolumina bei weitem nicht den möglichen entsprächen, wie Kotscharjan sagte. Konkret warb der armenische Präsident auch um eine verstärkte Investitionstätigkeit österreichischer Firmen in seinem Land. Armenien bemühe sich mit Erfolg um politische Stabilität, unterstrich Präsident Kotscharjan und unterrichtete Präsident Fischer über seine Bemühungen, mit Aserbeidschan zu einer Lösung des historisch tiefverwurzelten Nagorny-Karabach-Problems zu gelangen. Dabei seien aus seiner Sicht Antworten auf die Fragen
des Status der armenischen Enklave, der Verbindung zwischen
Armenien und Nagorny-Karabach sowie der Sicherheit zu finden.

Nationalratspräsident Heinz Fischer sagte Präsident Kotscharjan gerne zu, die Bemühungen um eine Intensivierung der bilateralen Beziehungen von Seiten des Parlaments zu unterstützen und
wünschte seinem Gast gute Erfolge bei den Verhandlungen zwischen Armenien und Aserbeidschan. (Schluss)

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