Land Vorarlberg gegen Atommüll-Zwischenlager

LR Schwärzler: Einwendungen gegen vier deutsche Atommüll-Zwischenlager eingebracht

Bregenz (VLK) - Laut Umweltlandesrat Erich Schwärzler hat
das Land Vorarlberg gestern (Dienstag) an das zuständige
deutsche Bundesamt für Strahlenschutz Einwendungen gegen
die Atommüll-Zwischenlagerprojekte in Biblis,
Grafenrheinfeld, Neckerwestheim und Philippsburg erhoben.
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Über Initiative Vorarlbergs wurden als fachliche
Grundlage für die Einwendungen beim Umweltbundesamt Expertengutachten in Auftrag gegeben, die von den Ländern Oberösterreich und Vorarlberg sowie dem Umweltministerium mitfinanziert werden.

LR Schwärzler: Erhebliche Risikoquellen

Zu den Hauptkritikpunkten des Landes zählen die fehlende Untersuchung der Nulllösung, die unzureichende Absicherung
gegen Flugzeugabstürze sowie das nicht vorhandene Endlagerungskonzept. Allein der Absturz einer
Verkehrsmaschine auf eines der geplanten Zwischenlager
könnte in Westösterreich radioaktive Belastungen
hervorrufen, die den nach der Tschernobyl-Katastrophe in
unserem Bundesgebiet gemessenen Werten entsprechen würde.
"Da die neuen Atommüll-Zwischenlager in Deutschland
erhebliche Risikoquellen für die Sicherheit unseres Landes
und die Gesundheit unserer Bevölkerung darstellen, sind Einwendungen gegen diese Projekte wichtig", betont
Umweltlandesrat Schwärzler.

Sofern die deutsche Bundesregierung auf der Errichtung
der Zwischenlager besteht, muss zumindest eine vollständige Absicherung der Anlagen gegen äußere Einflüsse erfolgen.
"Die höheren Kosten für die Betreiber der Atomkraftwerke
stellen einen Beitrag zur wiederholt von mir geforderten Kostenwahrheit dar", so Landesrat Schwärzler.
(so/tm,nvl)

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