Schender: AHS-Gewerkschaft fordert bildungspolitischen Stillstand

Schwerpunktsetzung an AHS-Oberstufen ist wichtig für die Entwicklung eines Schulprofils

Wien, 2002-02-27 (fpd) - Kritik erntete heute der AHS-Gewerkschafter Jantschitsch seitens des freiheitlichen Bildungssprechers Mag. Rüdiger Schender. ****

Entgegen den Ausführungen des AHS-Gewerkschafters erachtete der freiheitliche Bildungssprecher eine AHS-Oberstufenreform für längst notwendig und unumgänglich, um den Auszubildenden eine bessere Studierfähigkeit und ein umfangreicheres und modernes Bildungsangebot bieten zu können. Das österreichische Bildungssystem verdiene zwar ein gutes Zeugnis, jedoch dürfe man sich keinesfalls auf diesen "Lorbeeren" ausruhen.

"Wir müssen das österreichische Bildungssystem weiterentwickeln und den Erfordernissen anpassen. Wir haben alle Chancen, unser Bildungssystem noch weiter zu verbessern und an die internationale Spitze heranzuführen. Die Reform der AHS-Oberstufe ist ein wichtiger Schritt hierfür. Die Schulautonomie ist in Österreich im internationalen Vergleich unterentwickelt. Hier muß man vorrangig ansetzen", so Schender.

"An 80 Prozent der AHS laufen derzeit Schulversuche. Dies ist ein eindeutiges Indiz dafür, daß das derzeitige starre System Veränderungen benötigt und diese sowohl von den Pädagogen als auch von den Schülern und Eltern gewünscht sind", erläuterte Schender. Durch eine Oberstufenreform werde ein Großteil der Schulversuche wegfallen, was einerseits eine bessere Qualitätssicherung und andererseits ein Mehr an Schulautonomie ermögliche.

"Wir müssen den Schulen die Möglichkeit geben, in Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern echte Schwerpunkte zu setzen. Erst dadurch kann sich unter den einzelnen Lehranstalten ein echter Wettbewerb entwickeln", erklärte der freiheitliche Bildungssprecher.

Die Matura will der FPÖ-Bildungssprecher in der gegenwärtigen Form beibehalten. Allerdings halte er es für wichtig, überdies an allen Schulen standardisierte Tests einzuführen, die einen objektiven Vergleich zwischen Schülern verschiedener Lehranstalten zulassen und Leistungsstandards sicherstellen, schloß Schender. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC