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Klagenfurt (OTS) - "Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Ein Happen für das Wählervolk

Utl.: Ausgabe vom 27. Febr. 2002=

Ein Happen für das Wählervolk - Sie pflanzt mich.
Sie pflanzt mich nicht. Sie pflanzt mich ... und mit derart verhöhnendem Lachen, dass man sich fragen muss: Hat Österreich das verdient? Hat Österreich eine Politik verdient, deren Wort gerade einmal 24 Stunden hält? Deren GARANTIE-Erklärungen tags darauf den Bach runterrauschen? Denn: Die Steuerreform - binnen zwei Jahren zur Zauberformel gemausert - ist um ein Verwirrspiel reicher ...
Der wortgewaltige Pathos war im Grunde ohnehin verdächtig: Man hätte aufhorchen müssen, als die schwarz-blauen Klubchefs Khol und Westenthgaler derart einträchtig von der GARANTIERTEN Steuerreform ab 1. Jänner 2003 erzählten. Ja, man hätte auf der Hut sein und wissen müssen: es wird nichts.
Was bei dem ganzen Politpoker allerdings erstaunt: Weshalb wurde das verbrüderte Klubomannpaar derart klar zurückgepfiffen? Kanzler Wolfgang Schüssel da, Finanzminister Karl-Hein Grasser dort, fanden erstaunlich deutliche Worte: Weder gäbe es eine Terminfixierung. Noch ein Ja ohne Aber. Ein Aber, das im Falle Steuerreform heißt:
Wirtschaftswachstum. Ohne entsprechende Konjunkturbelebung im nächsten Jahr bleibt die Steuerreform das, was sie seit zwei Jahren ist: ein Beruhigungszuckerl, den die Koalition dem Wählervolk zuwirft, wenn es wieder einmal heißen wird "Auf, auf zur Stimmabgabe! Dann darf das rot-weiß-rote Völkchen das Versprechen brav schlucken -hoffend, dass von ihm mehr bleibt als vom Prototyp mit dem Namen Kindergeld ...

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