Lebensmittel werden dauernd kontrolliert

Kein Grund zur Beunruhigung

Bregenz (VLK) - Selbstverständlich werden auch Obst und
Gemüse in Vorarlberg von der
Lebensmitteluntersuchungsanstalt (LMUA) im Rahmen des
"Proben- und Revisionsplanes" laufend auf ihre Qualität
geprüft. Wenn Verstöße gegen Höchstwerte oder wegen des Einsatzes unerlaubter Mittel festgestellt werden, kommt es unweigerlich zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Laut
Auskunft der zuständigen Experten besteht beim Verzehr von
Obst und Gemüse absolut kein Grund zur Beunruhigung, der
sich mit zu hohen Belastungen mit
Schädlingsbekämpfungsmitteln begründen ließe. ****

Für Gesundheitslandesrat Hans-Peter Bischof liegt die Verantwortlichkeit für die Produktqualität in erster Linie
bei den Produzenten, wo der Hebel über den Einsatz von
Pestiziden angesetzt werden sollte: "Natürlich ist es am vernünftigsten, die Auswahl von Obst und Gemüse der
Jahreszeit anzupassen. Zu empfehlen ist in jedem Fall die
Prüfung, ob optische Rückstände, auch Staub oder anderer
Schmutz, vorhanden sind und natürlich eine sorgfältige Zubereitung, also Waschen, leichtes Schälen oder Entfernen
der äußeren Blätter." Grundsätzlich rät Bischof, auf
heimisches Obst und Gemüse zurückzugreifen, "denn hier wird
auch der Anbau kontrolliert, ist die Sicherheit also am
größten".

Wenn im Winter in Vorarlberg Weintrauben verkauft
werden, haben sie einen längeren Transportweg hinter sich,
auf dem sie mit Pestiziden vor dem Verderb geschützt
werden. Ein Apfel wächst auch in Vorarlberg.

Laut dem Leiter der LMUA, Karl Rieger, sind 50 bis 60
Prozent der Proben im Land überhaupt frei von Pestiziden.
Bei fünf Prozent gebe es Beanstandungen wegen Höchstwertüberschreitungen. Für Schädlingsbekämpfungsmittel werden Höchstwerte entweder auf Grund analytischer
Nachweisgrenzen oder aber anhand toxikologischer
Bewertungen festgelegt. D.h. dass auch der lebenslange
Konsum von Lebensmitteln selbst bei geringfügigen
Überschreitungen der Höchstwerte keine negativen
gesundheitlichen Auswirkungen nach sich zieht. Das
wirkliche Ernährungsrisiko stellt seiner Ansicht nach nicht
die Pestizidbelastung dar, sondern vielmehr die falschen Ernährungsgewohnheiten gefolgt von pathogenen Keimen
(Salmonellen) und natürlichen Giften in den Lebensmitteln,
wie die Pilzgifte Aflatoxin oder Ochratoxin.

Grundsätzlich stellt der Leiter der LMUA fest, dass das
Ziel der Lebensmitteluntersuchungen darin besteht, die
Einhaltung rechtlicher Vorschrift zu überprüfen, aber auch
mit wissenschaftlichen Methoden die Belastung der
Bevölkerung mit Schadstoffen zu ermitteln. Dabei stünden umfassende Untersuchungen und genauere Kenntnisse über die Rückstandssituationen im Vordergrund und keine auf
Pestizide eingeschränkten "Schnellschüsse". Karl Rieger:
"Wir prüfen in Vorarlberg alle Lebensmittel seit Jahren
ganz genau und praktisch lückenlos auf Grund des
Probenplanes und im Rahmen exakter Monitoring-Programme.
Verstöße werden aufgedeckt und zur Anzeige gebracht."
(hh/gw,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL