ÖH: Modernisierung der Unis tatsächlich von Nöten

Ablehnung zu Gehrers rückschrittlicher Reform

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) erkennt in der heute vom Bildungsministerium präsentierten Umfrage zur Modernisierung der Universitäten keine Zustimmung, sondern vielmehr eine Ablehnung zu der von Bildungsministerin Gehrer durchgepeitschten Universitätsreform. ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger: "Die Österreicherinnen und Österreicher wollen zum überwiegenden Teil eine Modernisierung des Universitätssystems. Gehrers Unireform bedeutet jedoch die Rückkehr zur Ordinarienuniversität, Universitäten am staatlichen Gängelband, Abschaffung der Mitbestimmung und das Ende des freien und offenen Zugangs. Alles in allem ein Rückschritt um Jahrzehnte."

Um eine Modernisierung des Universitäten sicherzustellen, erwartet sich Weinberger eine grundsätzlich andere Reform: "Erster und wichtigster Punkt dafür wäre, die staatliche Finanzierung sicher zu stellen. Das hat Ministerin Gehrer bislang stets verweigert. Auch die Studiengebühren, die immerhin 50.000 Studierende von den Universitäten vertrieben haben, sind nicht gerade ein Zeichen für Modernität." Weinberger fordert Ministerin Gehrer dazu auf, den selbst erhobenen Wünschen der ÖsterreicherInnen nachzukommen und eine tatsächliche Modernisierung der Universitäten gemeinsam mit den Betroffenen in Angriff zu nehmen.

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, sieht insbesondere bei den Punkten Mitbestimmung und Studienrecht die geplante Unireform jenseits jeglichen Modernitätsanspruches: "Die studentische Mitbestimmung abzuschaffen und den Studierenden gleichzeitig ihrer studienspezifischer Rechte zu berauben, ist sicher nicht zukunftsweisend. Studierende müssen als Teil der Universität und nicht als lästiges Übel betrachtet werden." Und abschließend: "Für eine Modernisierung der Unis sind wir jederzeit zu haben - für diese Reform nicht!"

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