Bittner: Regierung schädigt Wiener Versicherte um 320 Mio. Schilling

Patienten und Kasse zahlen, Bund und Wirtschaft kassieren

Wien (OTS)- In der heutigen Vorstandssitzung der Wiener Gebietskrankenkasse wurden die finanziellen Auswirkungen der Regierungsmaßnahmen anhand der nun vorliegenden aktuellen Zahlen für das Jahr 2001 berichtet:

* Die Senkung des Dienstgeberbeitrages für die Krankenversicherung der Arbeiter kostet die WGKK 166,3 Mio. ATS (12,1 Mio. Euro);

* Die Senkung der Beitragsgrundlage bei den Zivieldienern kostet die Kasse 15,8 Mio. ATS (1,14 Mio. Euro);

* Die gesetzlich erzwungene Übernahme von Spitalszahlungen des Bundes durch die Kassen - die zu einem geringen Teil durch Zusatzbeiträge für Mitversicherte kompensiert werden - kostet die WGKK 129,8 Mio. ATS (9,4 Mio. Euro).

Allein durch diese drei Maßnahmen werden 311,9 Mio ATS (22,7 Mio. Euro) von der Wiener Gebietskrankenkasse und damit aus dem Gesundheitswesen abgezogen. Zum Vergleich: Dieser Betrag ist vier mal höher als die Einnahmen aus der Ambulanzgebühr (78,2 Mio. ATS oder 5,7 Mio. Euro).

"Weniger Geld für die Versicherten, mehr Geld für das Budget und die Wirtschaft" stellte der Obmann der WGKK Franz Bittner fest. "Während die Patienten durch die Ambulanzgebühr oder die erhöhte Rezeptgebühr zur Ader gelassen werden, räumt die Regierung beträchtliche Summen beiseite. Die Geschädigten dieser Umverteilungsaktion von unten nach oben sind die Versicherten und ihre Krankenkasse" sagte Bittner.

"Während die WGKK ihre Verwaltungskosten 2001 um fast 5 Prozent gesenkt hat und damit ihre Managementaufgabe sehr gut erfüllt hat, hat die Bundesregierung die Kassen zusätzlich belastet und die Gesundheitspolitik gänzlich eingestellt. Ich lade die politisch Verantwortlichen ein, sich der kürzlich von den Kassenobmännern im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellten Initiative zum bedarfsgerechten Ausbau des Gesundheitswesens anzuschließen" schloss Bittner.

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