FP-Hrubesch fordert noch höhere Strafen für "Kinderschänder"

Nachträgliche Sicherheitsverwahrung für Triebtäter oft unerläßlich

St. Pölten (OTS) - Aufgrund eines weiteren Falles von Kinderschändung in Niederösterreich, diesmal in Perchtoldsdorf, Bezirk Mödling, fordert der freiheitliche Justizsprecher im NÖ Landtag, LAbg. Christian Hrubesch, eine "verschärfte Gangart" gegenüber pädophilen Sittlichkeitsverbrechern. "Staatsanwälte und Richter sollten nicht davor zurückscheuen, öfter als bisher die Höchststrafe zu verhängen!", so der FP-Mandatar. ****

Noch vor nicht allzu langer Zeit habe das Strafgesetzbuch für Raub mit Todesfolge eine lebenslange Freiheitsstrafe vorgesehen, bei Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch mit Todesfolge jedoch "nur" eine maximale Strafdrohung von 20 Jahren. Obwohl Justizminister Böhmdorfer in dieser Hinsicht bereits einen großen Erfolg erzielt habe, müßen weiter mögliche Schutzdefizite bei der Bekämpfung von Sexualdelikten überprüft werden!", betonte Hrubesch.

Der Politiker regte in diesem Zusammenhang erneut eine Diskussion über die Verhängung einer nachträglichen Sicherheitsverwahrung an, wenn sich die besondere Gefährlichkeit des Täters erst während der Strafverbüßung herausstelle. Entsprechende Maßnahmen zum verbesserten Schutz der Kinder würden zur Zeit auch in Deutschland erörtert. Hrubesch: "Dort haben sich 77 Prozent der Bevölkerung für eine lebenslange Haft ausgesprochen!" Der freiheitliche Justizsprecher begrüßte es, daß das zentrale Register pädophiler Sexualtäter mittlerweile allen Mitgliedsstaaten der EU und Interpol zugänglich sei. "Mit diesem Beschluß des Europäischen Parlaments wäre eine langjährige Forderung der Freiheitlichen erfüllt worden!", schloß Hrubesch.

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