FP-Madejski(2): Rathaussozialisten außer Rand und Band!

Schicker & Co. stehen merklich unter Druck - die Rundumschläge des Wiener Planungsstadtrates zeugen von Nervosität und Aufgeregtheit!

Wien, 26-02-2002 (fpd) - Im Zusammenhang mit den vermeintlichen Gefälligkeits- und Anlaßwidmungen sprach Madejski auch eine deutliche Warnung an den Wiener Planungsstadtrat Schicker aus, der laut Weisung die Grünabzüge der Flächenwidmungsplanung der Öffentlichkeit entzogen hat. Demnach bekommt nur noch der Bezirksvorsteher einen Planabzug -auch die Bezirksvorsteher-Stellvertreter werden in Hinkunft von einer intensiven Bearbeitung durch Informationsentzug abgeschnitten. "Es kann doch nicht sein", so Madejski, "daß die einzige Konsequenz aus dem Flächenwidmungsskandal die Beschränkung des Informationsrechtes der Bürger und Mandatare ist. Diese Vorgangsweise erinnert frappant an den "realen Sozialismus" und zeigt das wahre Gesicht des roten Zentralkomitees im Wiener Rathaus", so der freiheitliche Planungssprecher.

Madejski wies in diesem Zusammenhang die schamlosen Unterstellungen des Wiener Planungsstadtrates Schicker bezüglich freiheitlicher Interventionen auf Grundlage der "Gründrucke" scharf von sich. "Wenn man", so Madejski, "in dieser Beziehung von Interventionen spricht (so wie dies Schicker gestern getan hat), so soll der sozialistische Stadtrat in seinem Magistrat für Ordnung sorgen. Offenbar", so Madejski, "will er offenbar nicht wissen, was in seinem Ressort vorgeht".

Madejski verwies dabei auch auf die Vorgangsweise der MA 21 im 14. Bezirk bei der Widmung für das "9=12" Projekt. Das Konzept, das im Grünbereich liegt und von Kleingartensiedlungen umgeben ist, soll 9 Meter hohe Häuser mit 37 Wohneinheiten und 37 Parkplätzen beinhalten. Im Bauausschuß wurde auf die Frage nach der Problematik der Grünlandumwidmung die lapidare - vom planenden Architekten (!) Antwort gegeben, daß "die Umwidmung ist bereits mit Vatter (MA 21 A) abgesprochen" sei.
"Damit", so Madejski, "zeigt sich bei einem weiteren Beispiel, daß die Wiener Sozialisten offenbar völlig in der Geiselhaft "verplanungswütiger" Magistratsbeamten stehen".

Wiener Hotel Ambassador - ein planerischer Schildbürgerstreich!

Die Warnungen vor dem drohenden Verlust des Weltkulturerbe-Status der UNESCO für die Wiener Innenstadt durch einen Spitzenbeamten des Bundesdenkmalamtes sind in höchstem Maße ernst zu nehmen. Nicht nur, daß die Monstertürme des Verplanungswahnsinns "Wien-Mitte" nur 750 Meter Luftlinie vom Wiener Stephansdom entfernt stehen sollen und eine veritable Sichtachsenstörung des Innenstadtensembles darstellen, ist unweit des Stephansdomes ein weiterer planungspolitischer Irrsinn im Gange.

Das pyramidenähnliche Gebilde, das nunmehr des Hotel Ambassador ziert, unterstreicht ganz deutlich die fehlende Sensibilität der Wiener Stadtplaner. Die Aufbauten, die laut schicker´schem Hochhauskonzept bereits den Status eines Hochhauses verdienen, widersprechen nicht nur ganz klar den Richtlinien des International Council On Monuments and Sites (ICOMOS), sondern beleidigen auch die Ästhetik des Betrachters.
Die Wiener FPÖ wird bei der nächsten Landtagssitzung eine Anfrage betreffend der Höhenüberschreitung einbringen und in diesem Zusammenhang auch um Aufklärung ersuchen, warum die entsprechende Baufirma die vorgegebene Bauhöhe nicht eingehalten habe. (max. 33,5 Meter Firsthöhe)
In diesem Zusammenhang wird noch zu prüfen sein, ob es eine Zusage von dritter Seite gab, die eine nachträgliche Genehmigung für die viel zu hohen Ausbauten versprach.

Vor diesem Hintergrund verlangte Madejski auch darüber Aufklärung, welche Auflagen beim Ausbau des Hauses "Hoher Markt 9" verletzt wurden.
Auch dieses Haus ist ein klassisches Beispiel für den Selbstzerstörungsmechanismus, welcher derzeit in den Planungsstuben der Wiener Sozialisten herrscht. Sowohl die Dachbodenaufstockung, als auch die vom "hohen Markt" sichtbaren "gestalterischen Maßnahmen" erinnern eher an die Plattenbaukunst der DDR als an eine Gründerbaurenovierung in der Wiener Innenstadt. In diesem Zusammenhang wird jedoch auch die Rolle des ehemaligen Wiener Planungsstadtrates Görg zu überprüfen sein.

Die derzeitige Vorgangsweise der Wiener Rathaussozialisten bezüglich Gefälligkeitswidmungen und Bauhöhenüberschreitungen zeigt ganz deutlich die fehlende Sensibilität und das - seit Jahrzehnten bekannte - Strickmuster des roten Machtmißbrauchs. Skandalöse Zustände innerhalb der Magistratsabteilungen und ein außer Rand und Band geratener Planungsstadtrat präsentieren wiedereinmal die skandalösen Verstrickungen von Bauträgern und Sozialisten. Die Wiener Freiheitlichen werden dieser Entwicklung mit Sicherheit nicht tatenlos zuschauen, so Madejski abschließend, der bei den heute präsentierten Skandalen nur die Spitze eines Eisbergs vermutet.(Schluß) jen

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