Pumberger: GKK von Wien und Niederösterreich bilden gemeinsam 85 Prozent des Gesamtdefizits

Verschwendung darf nicht über den Krankenkassenausgleichsfonds belohnt werden

Wien, 2002-02-26 (fpd) - Gegen eine generelle Umverteilung der Überschüsse von den sogenannten "reichen" zu den "armen" Krankenkassen, sprach sich heute der freiheitliche Gesundheitssprecher Abg. Dr. Alois Pumberger aus. "Einzig die Tatsache, daß die Einen Überschüsse und die Anderen Verluste machen, ist als Begündung zu wenig." ****

"Die Gebietskrankenkassen von Wien und Niederösterreich bilden gemeinsam knapp 85 Prozent des Gesamtdefizits der österreichischen Krankenversicherungen. Im Gegenzug dazu hat Oberösterreich einen Überschuß von gut 170 Millionen Schilling (12,35 Mill. Euro). Welche Unterschiede gibt es zwischen Öberösterreich und Niederösterreich? Die Bevölkerungsstruktur ist exakt die gleiche. Geographisch die selben Voraussetzungen. Ja selbst die politische Herkunft der Landeshauptleute ist die selbe. Keine zwei Bundesländer lassen sich so schön vergleichen wie Ober- und Niederösterreich. Der einzige Unterschied: Während die Krankenkasse des einen Bundeslandes Überschüsse erwirtschaftet, produziert die andere mehr als ein Drittel des Gesamtdefizits der Krankenversicherungen", erläuterte Pumberger.

"Während die Differenz der Ergebnisse von Ober- und Niederösterreich eine knappe Milliarde (Schilling) ergibt, ist Wien noch weiter abgeschlagen. Aber auch dieser Abstand läßt sich nicht ausschließlich mit der Bevölkerungsstruktur erklären. Der Präsident der WGKK Bittner hat bei seinem Amtsantritt eine positiv bilanzierende Krankenkasse übernommen und diese nun katastrophal hinunter gewirtschaftet. Ich sehe einfach nicht ein, daß die sparsamen Ärzte in Oberösterreich, vor allem aber die öberösterreichischen Beitragszahler, jetzt für die Verschwendung in anderen Bundesländern zahlen sollen", zeigt sich Pumberger verärgert, der selbst Arzt in OÖ ist.

"Ich spreche mich selbstverständlich nicht generell gegen den Krankenkassenausgleichsfonds aus. Dort wo nachweisbar und begründet für die Krankenkassa eines Bundeslandes Mehrkosten entstehen, ist ein Ausgleich zischen "arm" und "reich" sinnvoll und solidarisch. Schulden auf der einen Seite und Überschüsse auf der anderen, sind für mich aber nicht Nachweis und Grund genug. Die neue Geschäftsführung des Hauptverbandes ist daher aufgefordert, das österreichische Krankenkassenwesen von Grund auf zu analysieren und Verschwendung abzustellen. Begründete Mehrkosten müssen von den selbstverwalteten (und daher auch selbstverantwortlichen) Landeskrankenkassen nachgewiesen werden. Nur wenn unbegründete Mehrkosten nicht mehr existent sind, wird auch in Oberösterreich (und natürlich auch bei den anderen positiv bilanzierenden Krankenkassen) Verständnis für die Umverteilung geschaffen", schloß Pumberger. (Schluß)

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