Hauptverband: Bures kritisiert Scheinlösung in der Sache Frad

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures hält das Vorgehen von Minister Bartenstein und Vizekanzlerin Riess-Passer in der Angelegenheit Frad für "höchst unprofessionell und unsauber". Bures: "Es muss als sicher angenommen werden, dass Riess-Passer Frads Sonderurlaub mit vollen Bezügen schon genehmigt hatte; dass sie ihren Fehler aber nicht eingesteht, sondern versucht, die Verantwortung auf andere abzuwälzen, spricht gegen die Vizekanzlerin". Darüber hinaus findet Bures es "erstaunlich, dass die Vizekanzlerin zwar nicht mehr wissen will, dass sie Frads Sonderurlaub genehmigt hat, aber schon zu wissen glaubt, dass es 'in erster Linie SPÖ-Gewerkschafter' seien, die diese Form von Dienstfreistellung in Anspruch nehmen". ****

Die gestern von Bartenstein präsentierte Lösung, wonach Frad im Wirtschaftsministerium zu 20 Prozent karenziert wird, hält Bures für eine Scheinlösung. Diese Regelung sei "offensichtlich ein unsauberer Kompromiss, bei dem es darum ging, das höchste, gerade noch vertretbare Beamtengehalt für Frad herauszuschlagen, verbunden mit der Hoffnung, dass schon niemand fragen wird, wie viel seiner 80 Prozent Arbeitszeit Frad tatsächlich im Ministerium verbringt", so Bures am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Sie wies darauf hin, dass Frad selbst davon gesprochen hatte, Hauptverbandspräsident sei ein "Fulltime-Job".

Schließlich stellte die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin auch die Frage, ob die Höhe der Funktionsgebühr für den Hauptverbandspräsidenten immer noch gerechtfertigt sei, "wo doch die Ballsaison schon vorrüber ist". (Schluss) wf

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