Holdhaus: Apotheker als wichtige Warner vor missbräuchlicher Verwendung von Medikamenten im Sport

Apothekern wird Ausbildung zum Wellnesscoach angeboten

Saalfelden (OTS). Seine Vorstellungen von der Rolle des
Apothekers
bei den Bemühungen gegen das Doping im Sport, beschrieb der Prof. Hans Holdhaus in seinem Vortrag auf der 35. Wissenschaftlichen Fortbildungswoche der Österreichischen Apothekerkammer in Saalfelden. Holdhaus befindet sich auf Initiative des Wiener Apothekervizepräsidenten Mag. Max Wellan in Saalfelden. Wellan kennt Holdhaus von seiner Zeit als Aktiver im Basketball-Nationalteam, das Holdhaus betreute und von der gemeinsamen Arbeit bei der ORF-Aktion "Leichter leben".

Der als Anti-Doping-Papst bekannte Sportwissenschafter stellte vorweg fest, dass es sich bei den im Doping verwendeten Mittel großteils um Medikamente handelt, die im Sport missbräuchlich verwendet werden. Den Apotheker kommt, so Holdhaus wörtlich, bei der Abgabe von Arzneimittel die entscheidende Rolle zu, insbesonders "im Kampf gegen das Doping haben sie daher eine Schlüsselposition". Holdhaus: "Wenn die Apotheker über die Doping-Probleme Bescheid wissen, können sie helfen, gesundheitliche Schäden und rechtliche Folgen vom Sportler fern zu halten. Die Apotheker sind die letzte Instanz, die Sportler informieren und warnen können."

Um die Apotheker bei dieser Arbeit zu unterstützen, hat das Österreichische Anti Doping Comitee eine CD-Rom produzieren lassen, in der alle jenen Medikamente aufgeführt werden, die neben ihrer positiven Wirkung zur Behandlung von Krankheiten, z.B. von Bluthochdruck, auch fürs Doping verwendet werden können. Schaut der Apotheker bei der Abgaben eines Medikamentes in dieser CD nach, kann er einen Sportler von den womöglich negativen Folgen warnen und zu Alternativen raten. So ist der Apotheker für viele Sportler der letzte Schutz vor der Verwendung eines Medikamentes, das ansonsten bei einer Kontrolle des Sportlers zu einem positiven Prüfungsergebnis führen würde, betont der Sportwissenschafter.

Holdhaus berichtet auch von Überlegungen, Medikamente, die missbräuchlich zum Doping verwendet werden können, speziell zu kennzeichnen. Damit solch eine Kennzeichnung aber bei Patienten, die keine Sportler sind, nicht verunsichernd und abschreckend wirkt, wird ein Vermerk im Strichcode auf der Packung überlegt. Dieser Vermerk wäre dann nur an der Scannerkasse in der Apotheke lesbar.

Die Apothekerkammer empfiehlt darüber hinaus, so berichtete
Mag. Wellan ihren interessierten Mitgliedern, die
Ausbildung zum Wellnesscoach, die von Holdhaus Institut IMSB entwickelt und angeboten wird. Diese Ausbildung ist nach EU-Norm gleich zu stellen mit der untersten Stufe einer Ausbildung zum Sporttrainer. Damit werden die so ausgebildeten Apothekerinnen in die Lage versetzt, individuelle Trainingspläne für Kunden zu erstellen, die ihr Training für eine Steigerung der eigenen Gesundheit und Lebensqualität verwenden wollen. Denn ein richtig gemachtes Ausdauertraining verbessert beispielsweise auch die Funktionen des Nervensystems, womit sich der Kreis zum Tagungsthema in Saalfelden "Neurologie und Psychiatrie" wieder schließt.

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