Prammer zu Haupt: "Jetzt haben Sie sich endgültig als Anti-Frauenminister geoutet"

Wien (SK) Heftig kritisierte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer die heute im "Standard" veröffentlichten Aussagen des für Frauenfragen zuständigen Ministers Herbert Haupt (FPÖ). "Im Vorfeld des Internationalen Frauentags zeigt Haupt, wo er die Frauen haben möchte, nämlich zuhause, allein verantwortlich für Haushalt und Kinder", sagte Prammer am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.****

"Offensichtlich ist dem Minister, der sich gerne mit dem Titel Frauenminister schmückt, eine partnerschaftliche Aufteilung der Familienarbeit kein förderungswürdiges Anliegen. Sonst wäre ihm die Selbstverwirklichung von Frauen nicht so ein Dorn im Auge", vermutet Prammer.

Völlig an den Lebensrealitäten der Menschen vorbei gehe der Ansatz der blau-schwarzen Regierung, die hoffe, mit "Gebärprämien" die Geburtenrate steigern zu können. "Vordringlich ist der Ausbau der Möglichkeiten Beruf und Familie zu vereinbaren. Nur wenn Eltern die Sicherheit haben, auch nach der Kinderpause wieder ins Berufsleben einsteigen zu können, werden Frauen wieder mehr Kinder kriegen", ist Prammer überzeugt.

Bezüglich der hartnäckigen Verweigerung Haupts, den Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu akzeptieren erklärte Prammer: "Der Herr Minister möge doch die Homepage seines eigenen Ministeriums kontaktieren. Hier ist Notwendigkeit von gut 100.000 zusätzlichen Betreuungsplätzen schwarz auf weiß ausgewiesen", sagte Prammer abschließend. (Schluss) up/hm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK