Fachliche Beurteilung angeblich fehlerhafter 5-Euro-Banknoten erst nach Begutachtung möglich

Wien (OTS) - Die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruckerei (OeBS) reagiert auf Medienberichte, denen zu Folge in Deutschland fehlerhafte 5-Euro-Banknoten in Umlauf gekommen sein sollen. Die 5-Euro-Banknoten sollen lediglich auf einer Seite bedruckt sein und sollen laut Seriennummer von der OeBS hergestellt worden sein.

OeBS-Geschäftsführer Dr.Wolfgang Färber hält dazu fest, dass es zum momentanen Zeitpunkt nicht möglich ist, gesicherte Aussagen zu diesen Berichten zu machen. "Weder der Deutschen Bundesbank noch der EZB noch uns liegt bis dato eine dieser Banknoten vor." Ohne eingehende Begutachtung der Banknoten könne er jedenfalls keine fachliche Beurteilung abgeben. Färber geht davon aus, dass eine derartige Begutachtung erst bei einem Termin mit der Deutschen Bundesbank Mitte kommender Woche möglich sein wird.

Auf die Frage, warum die Scheine in Deutschland aufgetreten seien, führt Färber aus, dass sich dies damit erklären würde, dass die OeBS nicht nur Österreich beliefert hat, sondern auch andere Nationalbanken; ein Teil sei auch nach Deutschland gegangen. Jedenfalls sei zu berücksichtigen, dass insgesamt mehr als 14 Mrd Euro-Banknoten gedruckt wurden, 750 Mio Stück davon allein in Österreich. Färber: "Wir können davon ausgehen, dass solche fehlerhafte Banknoten nicht auf maschinelle Produktionsfehler zurückzuführen sind. Bei einer solchen Massenproduktion im Stress eines Drei-Schicht-Betriebes ist ein menschlicher Fehler aber nicht auszuschließen."

Abschließend stellt Färber fest, dass diese Banknoten - so es sich nicht um Fälschungen handelt - jedenfalls bei der zuständigen Notenbank ausgetauscht und ersetzt werden würden.

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