ORF-Landesstudio Niederösterreich: LAND UND LEUTE 05/2002

St. Pölten (OTS) - Sendedatum: Samstag, 02. März 2002 16.25 Uhr Wiederholungen: Samstag, 02. März 2002 01.55 Uhr

Donnerstag, 07. März 2002 12.30 Uhr

Schwerpunkt: Direktvermarktung

"Land und Leute" steht in der kommenden Ausgabe ganz im Zeichen der Direktvermarktung. Immer mehr Landwirte überlegen, wie sie ihre Produkte direkt zu den Konsumenten bringen können. Für viele heimische Bauern ist der Ab-Hof-Verkauf, die Gründung kleiner regionaler Vertriebsgemeinschaften, die Zusammenarbeit mit lokalen Gastronomie- und Handelsunternehmen zu einer wichtigen Absatzschiene geworden. "Land und Leute"-Moderatorin Birgit Perl meldet sich vom Messegelände in Wieselburg, wo von 1. bis 4. März die "Ab-Hof" stattfindet, die Spezialmesse für bäuerliche Direktvermarkter. An Hand von praxisnahen Beispielen zeigt "Land und Leute, wie innovative Landwirte erfolgreich eine Verbindung schaffen zu den Konsumenten, die ihrerseits immer mehr den direkten Bezug zum Landwirt suchen.

Die Themen:

"Partybauern"
Bericht: Anja Degen/Kärnten
Die Projektgemeinschaft der neun "Lavanttaler Qualitätsbauern" besteht seit 1998 und setzt bereits verschiedene Formen der Direktvermarktung bäuerlicher Spezialitäten um. Jeder der Betriebe ist Spezialist in seinem Bereich und so kann ein breites Sortiment angeboten werden.
Dies ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines Partyservice, dem neuesten Projekt der Gemeinschaft. Um dem Gesetz zu entsprechen, wird der bäuerliche Partyservice im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit angeboten. Die Zielgruppe sind Firmen und Vereine, und es wird auch die Verköstigung von Großveranstaltungen übernommen. Der Kunde kann neben den bäuerlichen Spezialitäten sogar das Geschirr und Besteck dazu bestellen. Wir haben die Kärntner Partybauern bei den Vorbereitungen für ein großes Buffet für einen Ball mit der Kamera beobachtet und uns natürlich auch unter den Ballgästen umgehört, wie ihnen das Buffet schmeckt.

"Bauern als Nahversorger"
Bericht: Herbert Schaden/Steiermark
Bäuerliche Direktvermarkter und der Lebensmittelhandel starten in der Steiermark eine Offensive in der Nahversorgung: 17 Kaufhäuser in benachteiligten Regionen der Steiermark bieten seit einem Jahr Direktvermarktern Platz für ihre Erzeugnisse. Sogenannte Mini-shops in einheitlichem Design werden mit bäuerlichen Produkten aus der Umgebung beschickt. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Modellversuch sind erfolgreich: Einzelne Händler konnten Umsatzsteigerungen bis zu 50 % nachweisen. Die über 20 Direktvermarkter je Kaufhausstandort brachten ihre Waren in unmittelbarer Umgebung an die Kundschaft. Wertschöpfungs- und Existenzsicherung in der Region - mit dieser Kooperation von Landwirtschaft und Lebensmittelhandel scheint vor allem die Idee der Nahversorgung neue Impulse zu bekommen. Bis 2003 sind jedenfalls insgesamt 100 shop-in-shop Läden Steiermark weit in Planung.

"Der Honig-Sieger"
Bericht: Christian Schrenk/Oberösterreich
Erstmals fand kürzlich eine Österreich weite Honigverkostung statt. Die vier Sieger erhalten im Rahmen der "Ab-Hof" in Wieselburg ihre Siegerurkunden überreicht. Einer der ausgezeichneten Imker ist ein Musikschul-Direktor aus Oberösterreich, der seine 30 Bienenvölker als "Hobby" sieht. Ein "Hobby" allerdings, das der Wanderimker sehr professionell betreibt. Erstklassige Hygiene bei der Honiggewinnung steht dabei im Vordergrund. Nur so konnte es gelingen, die strengen Juroren zu überzeugen. "Land und Leute" hat den "Hobby-Imker", der seine Honig-Produkte von zu Hause aus verkauft, besucht.

"Highland-Beef"
Bericht: Barbara Baldauf/Niederösterreich
Artgerechte Tierhaltung nach biologischen Richtlinien - das fällt bei der Haltung der zotteligen Hochland-Rinder besonders leicht. Die Tiere sind überaus genügsam, leben 365 Tage im Jahr zufrieden im Freien und können auch karge, sonst kaum nutzbare Wiesen beweiden. Sie wachsen langsam im Familienverband heran und brauchen wenig Betreuung. Ihre natürliche Lebensart spart den Bauern viel Arbeit, sorgt jedoch zugleich für besonders edle Qualität des Fleisches. Der Ernte-Verband vergibt künftig unter der Markenbezeichnung "Highland" ein Qualitätssiegel für dieses Bio-Fleisch. Ein typisches Beispiel für die erfolgreiche Haltung und Vermarktung der Hochland-Rinder ist die Familie Fenzl aus Niederösterreich. Bereits 1988 wurde die Milchwirtschaft aufgegeben und auf Hochland-Rinder umgestellt. Die Tiere werden am eigenen Hof geschlachtet und verarbeitet. Der Verkauf erfolgt Ab Hof und mittlerweile sogar per Internet.

Die Sendung wird präsentiert von Birgit Perl
Aufgezeichnet wird die Moderation auf der "Ab Hof" am Messegelände Wieselburg.

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