Waneck: Erste Schritte zur vernetzten Finanzierung eingeleitet

Einheitliches Gesundheitssystem in ganz Österreich würde bestehende Ungerechtigkeiten beseitigen

Wien (BMSG/OTS) - "Die Sinnhaftigkeit der vernetzten
Finanzierung für das gesamte österreichische Gesundheitswesen wird erfreulicherweise von keinem seriösem Gesundheitsökonomen und Gesundheitspolitiker bestritten. Die Wiener Stadträtin Karin Landauer stoßt daher bei mir auf offene Türen", betonte Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck. "Erste Ansätze dazu, wie etwa das Vorarlberger Modell, können jedoch nicht als Allheilmittel angesehen werden. Zumal das Modell in dieser Form noch unausgereift erscheint und letztendlich nur ein Bundesland betrifft, in dem bereits jetzt ganz besondere Strukturen bestehen."****

"Das Österreichische Gesundheitssystem ist charakterisiert durch einen Kompetenzdschungel von Bund, Ländern, Gemeinden und Krankenkassen. Diese große Zahl von Finanziers mit unterschiedlichen Finanzierungszuständigkeiten und unterschiedlichen Entscheidungsträgern führt zwangsläufig zu einer Vielzahl unterschiedlicher Interessenslagen", begründete Waneck die Notwendigkeit der Reform.

Grundsatz und unabdingbare Vorgaben bei dieser Reform seien der freie Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status, Gesundheitszustand und Wohnort bzw. Bundesland, schickte Waneck voraus. "Für die österreichischen Patienten soll dieses Vorhaben in erster Linie die Gleichwertigkeit des Versorgungsstandards sicher stellen", betonte Waneck. "Nur ein österreichweit möglichst einheitliches Gesundheitssystem beseitigt die bestehenden Ungerechtigkeiten."

"Um eine sinnvolle österreichweit vernetzte Finanzierung des Gesundheitswesens zu erreichen - und daran arbeiten wir mit Hochdruck - werden sich zuallererst alle Beteiligten, der Bund, die Krankenversicherungsträger und die Länder, auf ein sinnvolles Modell einigen müssen. Dabei gilt es weiterhin einen Optimierungskurs zu fahren, der unnötige Kostensteigerungen vermeidet", so Waneck.

Die Lösung vieler bestehender Probleme könnten demnach darin liegen, diesen Kompetenzdschungel zu lichten, Zuständigkeiten und Verantwortung zu konzentrieren und Finanzierungsmittel flexibel dort einzusetzen, wo Bedarf bestehe und wo aufgrund objektiver Kriterien der beste Erfolg zu erwarten sei, fasste Waneck zusammen. "Die Reparatur dieses gesundheitspolitischen Wildwuchses, den uns die Landeshauptleute und Sozial- und Gesundheitsminister früherer Regierungen hinterlassen haben, beschäftigt uns intensiv", so Waneck.

"Wir müssen das Modell einer Gesundheitsholding verwirklichen." Ein solch flexibles System der vernetzten Finanzierung würde auch die Planung und Steuerung im Gesundheitswesen enorm erleichtern und damit zum Ziel einer Optimierung der Versorgungsstruktur auf allen Ebenen des Gesundheitswesens beitragen, schloss Waneck. (Schluss) gs bxf

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