Die Ungarischen Nationalparks - Teil 1: Donau - Ipoly

Wien (OTS) - Der nördlich von Budapest zwischen den Flüssen Donau und Eipel (Ipoly) liegende Nationalpark besteht aus drei großen Landschaftsformen, den Flußtälern, den Gebirgen Pilis und Börzsöny, sowie dem Tiefland des Zwischenstromgebietes.

Einer der bekanntesten und schönsten Abschnitte des Nationalparks ist das weltberühmte Donauknie, einer der reizvollsten Strecken des Flusses. Galeriewälder, kleine Inseln und ausgedehnte Aulandschaften begleiten den Lauf der Donau, die hier nach Süden abbiegt.

Der größte Teil des Ipoly-Tales ist noch immer geprägt von seinem einst ungezähmten Fluß mit ständig schwankenden Wasserständen und wiederkehrenden Überschwemmungen, die Sümpfe und Morasttümpel hinterließen. Trotz der Regulierung sind noch immer etwa 12 km des Flusses ursprünglich und wild erhalten.

Der ökölogisch wertvollste Teil der Flußtäler von Donau und Ipoly sind die verträumten Altwässer, die eine unglaubliche Vielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren beherbergen. So finden sich in den Auwäldern vor allem Erlen, Eichen, Buchen und Weißbuchen, aber auch die streng geschützten Christrosen und Herbstzeitlosen. Insgesamt stehen etwa 170 Arten unter Naturschutz. Auch etwa 500 geschützte Tierarten leben hier, darunter Schmetterlinge, Insekten, der Feuersalamander, einige Arten von Wasserschnecken, die in keinem anderen Flußtal der Welt außer am Ipoly noch zu finden sind, aber auch Fische wie etwa der Semling, einer der weltweit am gefährdetsten Süßwasserfische, der bereits auf der Roten Liste steht.

Die Gebirgszüge aus verwittertem Kalkstein und zerklüfteter vulkanischer Magma sind nicht nur geologisch interessant, sondern von einer wildromantischen Schönheit. Auf den abgelegenen Bergwiesen findet man noch den Lungenenzian, in den Wäldern unter anderem die Edelkastanie, unter den Tieren sind Kaiseradler, Wanderfalke, Schwarzstorch und das seltene Hermelin hier heimisch. Einen besonderen Stellenwert nehmen die Fledermäuse ein, die in den Baumhöhlen ausgezeichnete Lebensbedingungen vorfinden.

Eines der beliebtesten Ausflugsziele im Nationalpark Donau-Ipoly ist Királyrét, (Königswiese), zu der man auch mit einer nostalgischen Kleinbahn fahren kann. In der malerischen kleinen Siedlung befindet sich auch das Bildungszentrum des Parks, das nicht nur für Schüler interessant ist. Sehenswert sind auch die beiden durch Thermalwasser gebildeten Tropfsteinhöhlen Pálvölgy und Szemlöhegy in Budapest, die auch für Heilzwecke verwendet werden.

Der Nationalpark bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Kennenlernen der Natur und ihres ökologischen Zusammenspiels, etwa am Auen-Naturlehrpfad oder entlang von Wanderlehrpfaden im Gebrige. Auch geführte Wanderungen unter fachkundiger Leitung zu verschiedenen Themenschwerpunkten werden angeboten.

Informationen: Direktion des Nationalparks Donau-Ipoly. H-1525 Budapest, Hüvösvölgyi út 52. Tel. 0036/1/200 4033, Fax 0036/1/200 1168, dinpig@hotmail.com

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