Generali Vienna Group trotzt schwierigem Umfeld

Wien (OTS) - Holding zahlt trotz schwierigem Umfeld unveränderte Dividende.
Starkes Konzern-Prämienwachstum um 8 Prozent. Aufbau der Generali Bank Österreich, Gründung von Pensionskasse und Immobilien-Investmentfonds-Gesellschaften. Kosteneinsparungen von 700 Mio. ATS/51 Mio. EUR. Neuer Vorstand Dr. Jörg Schulz-Oliveri del Castillo ab 1. April.

Die Generali Holding Vienna AG - die in Wien börsennotierte Holding und Rückversicherungsgesellschaft der Generali Vienna Group -zahlt für 2001 eine unveränderte Dividende von 1,82 EUR je Stückaktie. "Wir haben uns im weltweit schwierigen Jahr 2001 wacker geschlagen," betonte Vorstandschef Dr. Dietrich Karner bei der Vorlage des Jahresabschlusses, der gestern vom Aufsichtsrat genehmigt wurde.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Generali Holding Vienna AG liegt mit 200,4 Mio. ATS/14,6 Mio. EUR um 27,3% unter dem Vorjahresniveau. Die beiden großen österreichischen Versicherungs-Tochtergesellschaften Generali Versicherung AG und Interunfall Versicherung AG erzielten einen gegenüber 2000 deutlich höheren Jahresüberschuss; durch die Übertragung von realisierten Gewinnen aus Immobilienverkäufen auf eine steuerbegünstigte Rücklage wird jedoch ein Jahresfehlbetrag ausgewiesen. Der Jahresfehlbetrag der Generali Versicherung AG war auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Generali Holding Vienna AG zu übernehmen. Ohne die erwähnte substanzstärkende Rücklagendotierung wäre bei der Generali Holding Vienna AG ein EGT in einer Größenordnung von rund 750 Mio. ATS/54,5 Mio. EUR darstellbar gewesen.

Finanzvorstand Walter Steidl unterstreicht die substanzstärkende Wirkung dieser Maßnahmen, die auch im Hinblick auf ein künftig noch offensiveres Immobilien-Management von strategischer Bedeutung sind.

Auch aus dem Konzernabschluss liegen erste Zahlen vor:
Mit 202,4 Mio. ATS/14,7 Mio. EUR lag der Jahresüberschuss der Gruppe um ein Drittel unter dem Vorjahr. Das Konzern-EGT reduzierte sich um ein Viertel auf 339,1 Mio. ATS/24,6 Mio. EUR. Der Jahresgewinn wird nahezu unverändert mit 191,6 Mio. ATS/13,9 Mio. EUR ausgewiesen.

Ihr Geschäftsvolumen konnte die in Österreich und sechs CEE-Staaten tätige Finanzdienstleistungsgruppe stärker als geplant ausweiten: Mit konsolidierten Prämieneinnahmen von 34,5 Milliarden ATS/2,5 Milliarden EUR wurde das Vorjahrsaufkommen um 7,9% übertroffen.

Am strengen Niederstwertprinzip festgehalten

Die Generali Vienna Group sah keine Veranlassung, von ihren bisherigen Bilanzierungsprinzipien, insbesondere vom strengen Niederstwertprinzip abzugehen. Sämtliche Wertpapiere einschließlich der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden wie in der Vergangenheit nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Aufgrund der bekannten Entwicklung auf den Finanzmärkten ergab sich freilich auch bei der Generali Vienna Group für 2001 ein hoher Abschreibungsbedarf in den Kapitalanlagen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wurden stille Reserven in den Kapitalanlagen realisiert. Die stillen Reserven wurden in den vergangenen Jahren aufgebaut, um Schwankungen auf den Kapitalmärkten und damit in den finanziellen Ergebnissen auszugleichen.

Generali Vienna Group setzt auf Immobilien

Ein Teil des Immobilienbestandes wurde auf zwei neugegründete Immobiliengesellschaften übertragen, an denen der langjährige strategische Bankpartner, die 3-Banken-Gruppe, mit 51 % und Gesellschaften der Generali Vienna Group mit 49 % beteiligt sind. Daraus werden - so die strategische Absicht -Immobilien-Investmentfonds-Gesellschaften hervorgehen, sobald das seit langem geforderte Immobilieninvestmentfondsgesetz in Kraft tritt (voraussichtlich Juli 2002). Damit ist die Generali Vienna Group -auch in Entsprechung ihrer Ausrichtung als umfassender Finanzdienstleister - darauf vorbereitet, möglichst rasch mit Immobilieninvestmentfonds auf den Markt zu kommen.
Die konsolidierten Kapitalanlagen der Gruppe lagen zum Jahresende mit 108,0 Mrd. ATS/7,8 Mrd. EUR knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Abschreibun-gen beliefen sich auf 2,4 Mrd. ATS/176,1 Mio. EUR, verglichen mit 754,6 Mio. ATS/54,8 Mio. EUR im Jahr davor. Vorläufigen Berechnungen zufolge reduzier-ten sich die stillen Reserven in den Kapitalanlagen des Konzerns von 13,9 Mrd. ATS/1,0 Mrd. EUR auf 9,2 Mrd. ATS/0,7 Mrd. EUR.

Generali Bank Österreich startet plangemäß

Die Generali Bank Österreich, deren Aufbau 2001 in Angriff genommen worden war, startet plangemäß im Herbst 2002. Die Erteilung der Lizenz für den Betrieb einer "Vollbank" wird schon demnächst erwartet. Zu den Aktionären der Generali Bank Österreich werden neben der Generali Holding Vienna AG die Banca Generali, Triest, und die 3-Banken-Gruppe zählen.

Betriebliche Pensionskasse in Gründung

Eine neue betriebliche Pensionskasse für die Mitarbeiter der Generali Vienna Group ist derzeit in Gründung. Bis Jahresende soll bereits knapp die Hälfte der Mitarbeiter in Österreich in die Pensionskasse einbezogen werden.

Kosteneinsparungen von 700 Mio. ATS/51 Mio. EUR

Zur Finanzierung der vorgesehenen Investitionen und zur Verbesserung der gesamten Kostensituation im Hinblick auf die verschärften Wettbewerbs- und Finanzmarktbedingungen hat die Generali Vienna Group Maßnahmen eingeleitet, um im Jahr 2002 nachhaltige Kosteneinsparungen von 700 Mio. ATS/51 Mio. EUR zu erzielen. Neben einer deutlichen Reduktion der Kosten für externe EDV-Beratungsleistungen liegt der Schwerpunkt bei Sachkosteneinsparungen.

Neuer Vorstand ab 1. April 2002

Der Aufsichtsrat der Generali Holding Vienna AG hat gestern Dr. Jörg Schulz-Oliveri del Castillo (34) mit Wirkung vom 1. April 2002 zum stellvertretenden Vorstandsmitglied bestellt. Nach einer dreimonatigen Informationsphase in der Generali Group wird er am 1. Juli 2002 die Verantwortung für die Bereiche Informatik und Betriebsorganisation übernehmen. Er zeichnete zuletzt als General Manager der ALD International Holding S.A. für die Autofinanzierungs, Leasing- und zugehörigen Service-Aktivitäten der Société Générale Gruppe innerhalb Europas verantwortlich.

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