FP-Herzog: U-Bahn Pläne der SPÖ - Dichtung und Wahrheit !

Die unglaublich überhöhten Baukosten bremsen den Wiener U-Bahnbau.

Wien, 22-02-2002 (fpd) - "Selbstverständlich tritt die Wiener FPÖ für alle U-Bahn-Ausbaupläne die den Wienerinnen und Wienern bessere Verbindungen im öffentlichen Verkehr sichern. Diese Pläne müssen realistisch und finanzierbar sein", so Stadtrat Herzog in einer heutigen Stellungnahme zu den U-Bahn Plänen der Wiener SPÖ.****

Die vorgelegten Ausbaupläne des SP-Stadtrates Schickers präsentieren sich allerdings als eine Mischung aus Dichtung und Wahrheit.
Die Verlängerung der U1 bis Rothneusiedel entspricht jahrelangen Forderungen der Wiener Freiheitlichen . Wir freuen uns, daß diese Vorschläge endlich verwirklichung finden.
Bezüglich der von Schicker genannten Verlängerung der U2 von der bisher vorgesehen Ausbaustrecke über die Aspernstraße hinaus, bleibt der Stadtrat eine Antwort allerdings schuldig. Für uns Wiener Freiheitliche ist die Verlängerung bis Hischstetten und die Anbindung an die S 80 ein unbedingtes Muß. Vor diesem Hintergrund erinnerte Herzog an die Intervallverkürzug der S 80 durch die freiheitliche Verkehrsministerin und erwähnte auch, daß die dort ansässige Wiener Bevölkerung ebenfalls das Recht auf ein trägfähiges Nahverkehrsmittel hätte.

Die Anbindung der U2 an den zukünftigen Zentralbahnhof Wien fällt eher in die Kategorie "Märchenstunde", da bis zum heutigen Tag nicht einmal noch der endgültige Standtort festgelegt ist. Dabei hofft Herzog daß die Wiener Stadtregierung die Planungen genau überwacht, da sonst ein ähnliches "Problem" wie beim Bau der U1 auftreten und die geplante U2 auch am Zentralbahnhof vorbeifahren könnte.
Die erhoffte 4. und 5.Ausbaustufe der U-Bahn steht noch in den Sternen und ist bestenfalls ein Zeichen von gutem Willen und sonst nichts, denn die Wiener U-Bahn Baukosten sind als massiv überhöht zu bezeichnen, so Herzog.

In Wien wurden 61 km um 75 Mrd. ATS errichtet, in München dagegen 92,7 km um 50 Mrd. Schilling. Der U-Bahnkilometer kostet daher in Wien 1,2 Mrd Schilling, in München bloß 540 Millionen.
Solang die sozialistische Mehrheit in Wien nicht fähig ist, diesen Sumpf trocken zu legen, werden die schönsten Ausbaupläne für die Wiener U-Bahn an der Kostenfrage scheitern. Die Wiener FPÖ hat ja bekanntlich einen Untersuchungsausschuß wegen der eklatant überhöhten U-Bahnpreise in Wien verlangt, aber dabei nicht die nötige Unterstützung gefunden.

Dem Ausbau von Schnellstraßenbahnen steht die FPÖ positiv gegenüber. Es freut uns, daß ein Vorschlag von GR Madejski in Schickers Pläne aufgenommen wurde, der die Errichtung einer Straßenbahnlinie vom Bahnhof Meidling zum Wienerberg vorsieht. Damit kann ein unglaublicher Planungsfehler der sozialistischen Stadtregierung wieder gut gemacht werden, die einen ganzen Stadtteil errichten ließen, ohne sich für die notwendige Verkehrsanbindung auch nur den Kopf zu zerbrechen. Eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 31 bis zur Stadtgrenze ist diskutabel, allerdings nur als Zwischenlösung bis zu einem künftigen U-Bahnausbau.

Als wenig innovativ erscheint Stadtrat Herzog das Ergebnis der SP-Klubklausur in Rust. Vor allem fehlen Vorstellungen über die Anbindungen der Umlandgemeinden an den Wiener Zentralraum. So sind keinerlei Absichten formuliert, um den Wiener öffentlichen Verkehr in Richtung Klosterneuburg, Groß Enzersdorf und vor allem nach Süden, Richtung Mödling auszubauen. So positiv die Verlängerung nach Rothneusiedel auch sein mag, die Nichteinbeziehung der genannten Gemeinden ist ein schweres Versäumnis eines Stadtrates, der eigentlich für weitschauende Planungen zuständig sein sollte. Die Ruster Klausur und ihre Ergebnisse sind offensichtlich nur als Rauchvorhang gedacht, um von den jüngst aufgebrochenen Planungsskandalen abzulenken, die nunmehr zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses führen werden, schloß Herzog.(Schluß) jen

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