Prammer zu Geburtenrate: Minus-Trend zeigt, dass sich Elternschaft nicht kaufen lässt

Wien (SK) "Durch finanzielle Anreize kommen nicht mehr Kinder auf die Welt. Das sollte auch den VertreterInnen der blau-schwarzen Regierung endlich klar werden", konstatierte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Prammers Schlussfolgerung: "Frauen brauchen anderes!" Die Frauenvorsitzende forderte "mehr Sachleistungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie."****

Wie die Statistik Austria errechnete, gab es im Vorjahr österreichweit einen Geburtenrückgang von 3,8 Prozent. "Dieser Trend wird sich fortsetzen, solange die Regierung nicht wahrhaben will, dass sich Elternschaft nicht per Gebärprämie erkaufen lässt", kritisierte Prammer. Außer einer vorübergehenden Veränderung der Geburtstermine, um an das Kindergeld zu kommen, sei diese Maßnahme der Regierung demografischer Nonsens. "Nicht ein einziges Kind mehr wird durch das Kindergeld geboren", betonte Prammer.

Ein tatsächlicher Lenkungseffekt lasse sich, so zeigen internationale Beispiele, nur mit einer Verbesserung der Angebotspalette der Sachleistungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und gesetzlichen Rahmenbedingungen zur flexibleren Gestaltung der Karenzzeit erzielen. Das Angebot eines einkommensabhängigen Karenzgeldes würde eine zusätzliche Absicherung bieten.

"Wenn Frauen keinen Kindergartenplatz finden, oder fürchten müssen, nach der Karenz keinen Arbeitsplatz mehr zu haben, wird das Kinder-kriegen eben immer mehr zum Risiko, das immer weniger Frauen eingehen wollen", erklärte Prammer abschließend. (Schluss) up

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