FP fordert jetzt "U-Bahngipfel" mit Minister Reichold

"Wiener Rathaus" reagiert auch weiter nicht auf wachsenden Pendlerstrom

St. Pölten (OTS) - Einen Verkehrsgipfel der Bundesländer Niederösterreich und Wien mit dem neuen Infrastrukturminister Matthias Reichold bezüglich U-Bahn-Verlängerung nach Niederösterreich forderte heute die freiheitliche Klubobfrau im NÖ Landtag, LAbg. Barbara Rosenkranz. Nach den jüngsten positiven Signalen seitens der niederösterreichischen Verkehrsplanung könnte das von den NÖ Freiheitlichen seit rund 10 Jahren geforderte Projekt "Wiener U-Bahn über die Stadtgrenze" endlich diskussionsreif werden, so die FP-Politikerin. Massive Kritik erntete aber Wiens Planungsstadtrat Schicker: "Es muß endlich Schluß mit den ‚visionslosen Schildbürgerstreichen' sein, U-Bahnlinien noch vor der Stadtgrenze im dichtverbauten Stadtgebiet ‚verenden' zu lassen!" ****

Eine Studie der AKNÖ habe festgestellt, daß der Pendleranteil bei attraktiven Angeboten des öffentlichen Verkehrs bei 50 Prozent liege. Rosenkranz: "Ein klares Signal für die von den Freiheitlichen geforderte Verlängerung des Wiener U-Bahnnetzes über die Stadtgrenze etwa nach dem Vorbild Londons oder Münchens. Dennoch würden Wiens "Rathaus-Rote" ihre "Mir-san-mir"-Mentalität beibehalten und auch in der kommenden Ausbauphase des U-Bahnnetzes Pendlerwünsche auch weiter ignorieren. Rosenkranz: "Der dramatisch anwachsende Pendlerstrom in die Bundeshauptstadt muß mehrere Kilometer vor der Stadtgrenze abgefangen werden, in Wien gibt es keinerlei Platz für geeignete Park&Ride-Plätze.

Rosenkranz warf der Wiener Stadtregierung - im besonderen den Büros Rieder und Schicker- eine extrem kurzsichtige Verkehrspolitik vor: "Alte und neue U-Stationen verenden im Stadtgebiet, auf den Stadteinfahrten herrscht das tägliche Chaos!" "Wien hat auch die Pflicht, auf Pendlerinteressen Rücksicht zu nehmen, immerhin finanziere der Bund die U-Bahn zu 50 Prozent!" Heute benützten mehr als 200.000 Kraftfahrzeuge - davon 20.000 LKW - die A2 im Nahbereich Wiens, 1996 waren es lediglich 66.000!", stellt die Klubchefin fest. "Chaotische Zustände herrschen mittlerweile aber auch an der Wiener Nord- und Westeinfahrt!" Der FP-Landtagsklub werde daher Minister Reichold eine Resolution zukommen lassen, damit die Planungen für das Projekt "U-Verlängerung" noch in diesem Jahr in die Startphase gehen könne. Ein entsprechender Antrag sei auch für den NÖ Landtag vorgesehen, schloß Rosenkranz.

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