LR Knotzer: Betriebssperre von Semperit Traiskirchen und Prokuktionsverlagerung nach Portugal widerspricht den EU-Richtlinien

Aufforderung an Bundeskanzler Schüssel die EU-Kommission einzuschalten

St. Pölten, (SPI) - "Die Betriebssperre des Reifenwerkes Semperit Traiskirchen durch die Continental AG widerspricht den EU-Richtlinien, denn in diesem Zusammenhang beabsichtigt Continental die Reifenproduktion nach Portugal zu verlegen und gleichzeitig will man dort mit Hilfe einer EU-Subvention von rund 20 Millionen Euro die Produktion verdoppeln. Deshalb habe ich vor kurzem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel in einem Brief ersucht, zu veranlassen, dass die EU-Kommission eingeschaltet wird. Sie soll dieses den EU-Richtlininen nicht entsprechende Vorhaben des Reifenkonzerns Continental hinsichtlich der Förderung und der geplanten Produktionsverlagerung prüfen. Ziel ist es, dass Conti EU-konform vorgehen muss - es ist nicht zulässig, dass sich ein reicher Konzern über das EU-Recht hinwegsetzen kann", sagt der Bürgermeister von Traiskirchen Landesrat Fritz Knotzer zu den Absichten von Conti.****

Im Dezember vorigen Jahres hat der Aufsichtsrat der Continental AG die Sperre des Produktionsstandortes Traiskirchen beschlossen. Mit kommenden Juni werden 950 Mitarbeiter der Semperit ihren Arbeitsplatz verlieren. 1986 wurde das Reifenwerk Traiskirchen um rund € 29 Millionen an Continental verkauft. Seit damals hat das Semperit-Werk dem Reifenkonzern mehr als € 363 Millionen an Gewinnabschöpfung sowie Steuervorteile gebracht. "Der Standort Traiskirchen wäre nach wie vor wirtschaftlich profitabel. Nachdem Conti allerdings seine Unternehmensstrategien ohne das Reifenwerk Traiskirchen festgelegt hat, wurde dem Semperitwerk nicht die volle Kapazitätsauslastung zugeteilt. Continental treibt nicht nur Tausend Familien in eine Existenzangst, sondern will sich auch über EU-Richtlinien hinwegsetzen", so Knotzer.
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