Klimaschutz beim Autokauf

Die MD-Klimaschutzkoordinationsstelle gibt Tipps für den emissionsarmen Autokauf

Wien, (OTS) Mobil in der Stadt - zum Arbeiten, zum Einkaufen, zum Fitnessstudio, oder ins Kino. Möglichst schnell wollen die meisten von einem Ort zum anderen. Das Mobilitätsbedürfnis steigt, damit aber auch die Umweltbelastung, die mit dem Verkehr in der Stadt verbunden ist. Die Klimaschutzkoordinationsstelle der Stadt Wien gibt - auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift wien.at print -Tipps, wie man auf umweltfreundlichere Alternativen umsteigen kann, oder wie man auch beim Kauf eines Benzin - oder dieselbetriebenen Pkws CO2 - Emissionen einsparen kann.

Vor dem Kauf eines Autos sollte man grundsätzlich überlegen, ob ein eigenes Auto unbedingt erforderlich ist.

Kann oder will man auf den fahrbaren Untersatz nicht verzichten, stellt sich die Frage, ob es ein eigenes Auto sein muss. Eine Alternative zum eigenen Pkw ist CarSharing, wobei man verschiedene Autos fahren kann, ohne selbst eines kaufen zu müssen. Nähere Infos z.B. unter: www.denzeldrive.at/

Nicht nur Aussehen, Spritverbrauch und gewisse Extras, wie Klimaanlage etc. sollten für die Wahl eines neuen Autos ausschlaggebend sein. Auch der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß des neuen Wagens sollte ein wichtiges Argument bei der Kaufentscheidung sein. Kohlendioxid ist das mengenmäßig wichtigste Treibhausgas und mitverantwortlich für den Treibhauseffekt. Der Verkehr, insbesondere der Pkw- und Lkw-Verkehr, hat heute einen Anteil von ca. 30% an den gesamten österreichischen CO2-Emissionen.

Um die durchschnittlichen CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw bis 2012 zu senken, wurde vergangenes Jahr ein Gesetz über die verpflichtende Information der Autokäufer über Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen erlassen (Verbraucherinformationsgesetz, BGBL I 26/2001). Betroffen sind alle neuen Pkw-Modelle.

Verbrauchsangaben für Neuwagen:

Verbrauchsangaben für Neuwagen gibt es auf Informationsblättern am Fahrzeug: Seit 10. Mai 2001 müssen alle Neu-Pkw in Österreichs Autohäusern und Schauräumen mit einem Informationsblatt hinter der Windschutzscheibe versehen sein. Dieses gibt neben Infos über Marke und Modell u.a. Auskunft über den Verbrauchswert (l/100km) und den CO2-Emissionswert (g CO2/km). Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die farbige CO2-Skala, in der das jeweilige Auto nach seinen CO2-Emissionen eingestuft wird.

Infos findet man auch am Aushang am Verkaufsort: Jeder Verkaufsort verfügt über eine Tafel oder einen Aushang, der über Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen aller dort erhältlichen Modelle informiert.

Infos in der Werbung: In allen Werbeschriften müssen der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen des beworbenen Fahrzeuges angegeben werden.

Als weiteren Service für Autokäufer wird einmal jährlich der "Leitfaden gemäß Verbraucherinformationsgesetz" des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, sowie des Bundesgremiums Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreichs herausgegeben. Er enthält neben Infos über den Kraftstoffverbrauch eine Übersicht über die sparsamsten neuen Pkw-Modelle. Kostenlos erhältlich an allen Verkaufsstellen sowie beim Umweltservice unter Tel. 0800 240 260, Mo-Fr 8-12 Uhr.

Elektro-Mobile - Förderung der Stadt Wien

Zum herkömmlichen benzin- oder dieselbetriebenen Pkw gibt es als besonders klimafreundliche Alternative das Elektroauto. Um eine Neuanschaffung oder den Umstieg auf ein E-Mobil zu erleichtern, stellt die Stadt Wien Fördermittel zu Verfügung: Wer zwischen 1. Jänner und 31. Dezember 2002 ein neues Elektrofahrzeug gekauft hat oder kauft und die Förderungsrichtlinien erfüllt, erhält einen einmaligen Zuschuss von 20% der Nettokaufsumme. Elektrofahrzeuge mit Hybridantrieb - je nach Anforderung kann zwischen Benzinantrieb und Elektro-Antrieb umgeschaltet werden - werden mit 10%, maximal aber mit 1.453,46 EUR (20.000 ÖS) gefördert.

Wenn man bei der MA 22 um eine Förderung ansucht, benötigt man für E-Autos und Krafträder folgende Schriftstücke:

o Rechnung,
o Kopie des Typenscheins,
o Kopie des Zulassungsscheins,
o Meldezettel,
o Kontonummer und Bankleitzahl.

Für E-Fahrräder und E-Roller sind

o Rechnung,
o Händlerbestätigung,
o Meldezettel erforderlich.

Das Formular für die Händlerbestätigung und weitere Infos zur E-Mobil Förderung kann man bei der MA 22 anfordern oder via wien.at herunterladen: www.wien.at/ma22/elektrof.htm

Bevor man sich aber für ein E-Mobil entscheidet, sollte man überlegen, welche Strecke man durchschnittlich damit zurücklegt, wie viele Personen und wie viel Ladung das Auto aufnehmen können muss usw.

Infos zur E-Mobil Förderung, sowie eine Liste der E-Tankstellen gibt es bei:

o MA 22 - Umweltschutz, 1., Ebendorferstraße 4,
Tel. 4000/8022 (Wiener Umwelthotline), Mo-Fr 8-12 Uhr
(sonst Tonband)
Fax: 4000/99 882 15,
E-Mail:post@m22.magwien.gv.at
sowie im Internet unter www.wien.at/ma22/elektrof.htm

(Schluss) köp

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Regina Köppl
MD-Klimaschutzkoordinationsstelle
Tel.: 4000/75084
e-mail: koe@mdk.magwien.gv.at

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