Molterer: Nachhaltige Energieversorgung ist Schlüsselfrage für Armutsbekämpfung

Energiesparpreis "Energy Globe Österreich" für Stadt Lienz und sieben weitere Bundesland-Sieger

Wien (OTS) - "Bei der Bekämpfung der weltweiten Armut spielt die Energiefrage eine entscheidende Rolle. Diese Energieversorgung muss gleichzeitig umweltverträglich sein und der Linderung sozialer Benachteiligung dienen. Die Fehler der Vergangenheit dürfen sich dabei aber nicht wiederholen." Das erklärte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer heute, Donnerstag, bei der Verleihung des Energiesparpreises "Energy Globe Austria" in Wien. Mit dem Preis wurde die Osttiroler Stadt Lienz ausgezeichnet, die ihre Energieversorgung Schritt für Schritt auf erneuerbare Energieträger umstellt.

78 Prozent der weltweit verbrauchten Energie stamme aus fossilen Quellen, erst 14 Prozent aus erneuerbaren, sagte Molterer. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger sichere eine nachhaltige Entwicklung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht. "Irgendwann werden die Lager fossiler Energiequellen erschöpft sein. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger hat also auch eine enorme ökonomische Dimension", unterstrich der Minister.

Als "Botschafter" für eine solche nachhaltige Entwicklung sieht er die österreichischen Preisträger beim weltweiten Energiesparwettbewerb "Energy Globe". Dabei werden Projekte aus der ganzen Welt ausgezeichnet, die durch effizienten Energieeinsatz oder die Verwendung erneuerbarer Energieträger Vorbildcharakter haben. Als Sieger aus der Österreich-Ausscheidung ging dabei die Stadt Lienz hervor. Mit dem zweiten Platz wurde die thermische Sanierung des "Nordpool"-Bürogebäudes in Steyr ausgezeichnet, Rang drei ging an die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft für den systematischen Einsatz von Sonnenenergie im Wohnbau.

Mehr als 23 Millionen Euro (318 Millionen Schilling) investiert die Stadt Lienz in ihre Biomasseanlage. Errichtet wird ein Heizkraftwerk, das Wärme und Strom aus Biomasse erzeugt. Dabei kommt innovative Technologie wie die Biomasseverstromung und eine mehrstufige Rauchgasreinigung zum Einsatz. Der Brennstoff stammt zum Teil von den Bauern der Region. Eine 630 Quadratmeter große thermische Solaranlage wird 250 Megawattstunden Wärme jährlich liefern. Insgesamt werden durch das Heizkraftwerk 7.800 Tonnen Heizöläquivalent jährlich ersetzt, das entspricht einer CO2-Reduktion von 25.000 Tonnen pro Jahr. Durch das Heizkraftwerk werden weitere Investitionen von 14,5 Millionen Euro (200 Milionen Schilling) ausgelöst, die fast zur Gänze in die Region fließen.

Neben den drei erstplatzierten Projekten aus Tirol, Oberösterreich und Salzburg zeichnete Molterer heute auch fünf weitere Bundeslandsieger im Rahmen des "Energy Globe Österreich". Es sind dies die Energieversorgung einer Industriehalle der Firma "Man at Work" in Ebenthal (Kärnten), die thermische Sanierung der Hauptschule St. Leonhard/Hornerberg (Niederösterreich), die Energie- Initiativen der Gemeinde Hitzendorf (Steiermark), die Wärmeversorgung der Gemeinde Rankweil (Vorarlberg) und der solar- ökologische Bau der Schiestlhaus-Schutzhütte am Hochschwab (Einreichung Wien).

Anmerkung für die Redaktionen: Detaillierte Beschreibungen der einzelnen Projekte sowie Fotos von der heutigen Verleihung des "Energy Globe" sind über die Presseabteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums erhältlich (01 / 51522 - 5072)

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

BM für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Pressestelle
Tel.: (01) 71100 - 6703

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA/MLA/OTS