Hagenhofer: Volksschule St. Veit im Innkreis muss erhalten bleiben

Wien (SK) Durch den Geburtenrückgang in Oberösterreich, könne es in den nächsten Jahren zur Schließung einiger Kleinschulen im ländlichen Raum kommen. Bereits dieses Jahr gäbe es 85 Volksschulklassen weniger als im letzten Schuljahr. Besonders kleinen Schulen mit weniger als 20 Kindern droht die "Schließung", erklärte am Donnerstag SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Das komme einer weiteren Aushöhlung des ländlichen Raumes gleich. ****

"Es gibt in Oberösterreich einige kleinere Schulen. Eine dieser Kleinschulen ist die Volksschule St. Veit im Innkreis im Bezirk Braunau. Es wäre unverantwortlich gegenüber der Bevölkerung, wenn zusätzlich zu dem weitreichenden Infrastrukturabbau durch die Regierungsmaßnahmen wie der Reduzierung der Postämter - , es auch zu Schließungen von Pflichtschulen im ländlichen Raum kommt. Dadurch wird das Leben in diesen Regionen für die Menschen immer schwieriger. Der ländliche Raum muss leben und das funktioniert nur mit einem ausreichenden Infrastrukturangebot wie Postämter, Finanzämter, Gendarmerieposten und natürlich Schulen", so Hagenhofer.

Kinder und Jugendliche seien zu fördern und zu fordern. Daher sei es notwendig, dass die Schulen und andere Infrastrukturangebote in den ländlichen Regionen belassen werden. Es dürfe zu keinen neuen Ungleichheiten im Zugang zur Bildung kommen. Das gelte auch für die Länge der täglichen Wegstrecken, die Kinder für den Besuch der Pflichtschule zurücklegen müssen.

"Die derzeitige Entwicklung birgt jedoch die Chance in sich, eine langjährige Forderung der SPÖ, nämlich die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen, umzusetzen. Damit könnte die Qualität des Unterrichts erhöht werden", merkte Hagenhofer an.

Im Vergleich zum Vorjahr gäbe es heuer 1,3 Prozent weniger VolksschülerInnen. Bis 2005/2006 solle die Zahl der SchulanfängerInnen pro Jahr sogar um je 900 bis 1.110 sinken. In Folge werde es ab 2005 auch für die Hauptschulen und die Unterstufe der Gymnasien zu Einbrüchen kommen.

"Auf diese Entwicklung muss rasch reagiert werden. Auch im Zusammenhang mit den Arbeitsmöglichkeiten für JunglehrerInnen. Derzeit stehen bereits 650 LehrerInnen in Oberösterreich auf der Warteliste. Eingestellt werden dieses Jahr jedoch nur 190. Hier ist die Bildungsberatung an Schulen vermehrt gefordert. Den jungen Menschen muss deutlich gemacht werden, welche Berufe am Arbeitsmarkt Perspektiven bieten", betonte die SPÖ-Abgeordnete Hagenhofer abschließend. (Schluss) up/mm

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