Van der Bellen: Uni-Reform in der derzeit geplanten Form ist kontraproduktiv

Grüne: Gestaltungsvorschlag des Ministeriums ist Etikettenschwindel

Wien (OTS) Der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, übt anlässlich der heutigen parlamentarischen Enquete zur Vollrechtsfähigkeit der Universitäten Kritik am vorliegenden Gestaltungsvorschlag des Wissenschaftsministeriums zur Ausgliederung. "Prinzipielle Ziele der Reform wie Globalbudgets, Mehrjährigkeit des Budgets, Leistungsvereinbarungen, Verwaltungsvereinfachung sowie mehr Autonomie und Unabhängigkeit vom Wissenschaftsressort sind durchaus zu begrüssen", so Van der Bellen. "Die versprochene größere Autonomie wird allerdings dadurch konterkariert, dass der ministerielle und außeruniversitäre Einfluss in Wirklichkeit unverhohlen erhöht wird. Die entsprechende Kritik der überwiegenden Mehrheit der universitären Interessensvertretungen, insbesondere auch der Österreichischen Rektorenkonferenz, ist berechtigt. Die Uni-Reform-Vorstellungen Gehrers sind in der derzeit geplanten Form kontraproduktiv."

Van der Bellen forderte ein universitätspolitisches Gesamtkonzept, an dem sich konkrete Reformschritte orientieren sollen. "Ich habe den Eindruck, dass hier eine Reform um der Reform willen durchgeführt wird. Die Worthülse 'Weltklasseuniversität', von der Ministerin Gehrer ständig spricht, bringt wenig, wenn sich dahinter nichts verbirgt. Ein Schlagwort allein kann ein Gesamtkonzept nicht ersetzen. Die wesentlichen Punkte des Gestaltungsvorschlags hätte man auch im Rahmen eines novellierten UOG 93 umsetzten können", so Van der Bellen. Die unüberlegte Eile und der straffe Zeitplan seitens des Ministeriums seien daher völlig unangebracht und wenig hilfreich.

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