ÖÄK zu Spitalsambulanzen: Kassen müssen leistungsgerecht zahlen

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) begrüßt den Vorschlag des oberösterreichischen Landesrechnungshofs, die Ambulanzleistungen in den Spitälern durch die Krankenkassen künftig nicht mehr pauschal, sondern leistungsbezogen abzugelten. Dieser Ansatz sei ein "tragfähiges Modell" auch für ganz Österreich, erklärt ÖÄK-Präsident Dr. Otto Pjeta am Donnerstag in einer Aussendung.

"Durch die bisher geübte Praxis der Zahlung eines Pauschalbetrags für die Ambulanzleistungen werden Kostentransparenz und Kostenwahrheit nicht gefördert, sondern verhindert", so der Ärztechef. "Es kann nicht sein, dass Länder und Gemeinden für den Anstieg der Leistungen in den Ambulanzen, der seit Mitte der 90er Jahre etwa 50 Prozent ausgemacht hat, gerade stehen müssen. Insbesondere da es ja nun die Ambulanzgebühr gibt, die direkt den Spitälern zugute kommen sollten."

Prinzipiell gebe es zwei Möglichkeiten, die steigenden Kosten für die Ambulanzen etwas einzudämmen, erläutert Pjeta: "Entweder, wir schaffen es, die Ambulanzen durch Strukturmaßnahmen zu entlasten. Oder wir erreichen, dass die Krankenkassen zur genaueren Kostenrechnung angehalten werden, indem ihnen beim Kostenersatz für die Ambulanzen die tatsächlich anfallenden Leistungen in Rechnung gestellt werden und nicht nur ein Pauschalbetrag."

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