Weitere Ausbauphase für hochrangige öffentliche Verkehrsmittel

Wien, (OTS) Neben der Positionierung Wiens hinsichtlich wichtiger Infrastrukturprojekte durch den Masterplan Verkehr (Beschluss im Gemeinderat am 1.2.2002) war eine der wesentlichsten bisherigen Arbeiten die vorbereitenden Planungen zu einer vierten Ausbauphase für das Wiener U-Bahn-Netz. Während unter dem ehemaligen Planungsstadtrat Görg ein Stopp im Ausbau nach der 3. Stufe gedroht habe, sei die Stadt Wien damit nunmehr rechtzeitig darauf vorbereitet, nach Beendigung der derzeitigen Verlängerungen nahtlos die weiteren Ausbaumaßnahmen in Angriff zu nehmen. Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker referierte darüber auf der Klausurtagung des Wiener SPÖ-Gemeinderatsklubs.

In seiner Regierungserklärung hat Bürgermeister Häupl die Weiterführung des U-Bahn-Ausbaus bekräftigt. Als wichtigste Netzergänzungen sollen zudem Schnellstraßenbahnen geplant werden. Den Ausbauüberlegungen standen Feststellungen des Stadtentwicklungsberichts 2000 gegenüber, der für einen weiteren U-Bahn-Ausbau eine massive Stadterweiterung voraussetzt. Auch die Ergebnisse der Untersuchung "Ausbaustrategien für das Wiener U-Bahn-Netz" (Regional Consulting, 1997) sehen weitere Ausbaumaßnahmen ohne nennenswerte Stadterweiterung als verkehrswirtschaftlich wenig zweckmäßig an. Dem gegenüber steht allerdings das Zusammenwachsen der Region Wien und der große Verkehrsbedarf an der Stadtgrenze. Aus diesen Rahmenbedingungen ergibt sich folgende Basis für die nächste Ausbaustufe für den hochrangigen öffentlichen Verkehr (Vierte Ausbauphase U-Bahn).

Vorbehaltlich noch anstehender Diskussionen im Rahmen anderer Verfahren (Masterplan Verkehr, STEP...) sind aus Sicht der Stadtentwicklung folgende Annahmen den Ausbauabsichten im ÖV-Bereich zugrunde zu legen:

o 50-Prozentige Beteiligung des Bundes (neues Nahverkehrspaket incl. Erhaltung und Renovierung des U-Bahn-Netzes, in ausgesuchten Fällen auch bei Ausbau des Schnellstraßenbahnnetzes)
o Innere Stadtentwicklung hat grundsätzlich Vorrang vor Stadterweiterung
o Wahrung der Anschlussmöglichkeit neuer Stadtentwicklungsgebiete o Stärkung bestehender Hauptzentren hat Vorrang vor Schaffung neuer Zentren
o Abbau von Erreichbarkeitsdefiziten im Stadtgebiet
o Flächensichernde Vorkehrungen für längerfristig beabsichtigte Linien-Verlängerungen
o großzügige P&R-Anlagen an den Stadtgrenzen mit Anschluss an
das hochrangige ÖV-Netz

Daraus ergibt sich folgendes Ausbauprogramm (Reihung):

o Verlängerung Straßenbahnlinie 65er Wienerberg
o U1-Süd, Verlängerung Rothneusiedl
o Tagentialstraßenbahnen Nordost - Strebersdorf, Floridsdorf, Großjedlersdorf, Kagran, Hirschstetten, Aspern, Eßling
o U2-Nord, Ergänzung (Hausfeld oder Flugfeld Aspern)
o U6-Nord versus Straßenbahnlinie 31er bis Stammersdorf/Rendezvousberg, Abklärung mit den BürgerInnen
o U2-Süd - Karlsplatz - Zentralbahnhof
o Liesingbachtal Busertüchtigung
o Linie O: Erschließung Nordbahnhof, Verlängerung bis Friedrich Engels-Platz
o Verlängerung S 45 Handelskai bis U2
o Park&Ride-Anlagen Stadtgrenze bzw. außerhalb Wiens

Weiters in Untersuchung bleibt bzw. wird in Untersuchung genommen:

o U3-Ost Kaiserebersdorf - abschließende Klärung
o U5 neu / U2 - Erweiterung neuer Südast:
U5 Dornbach - Zentralbahnhof
U2 Donaustadt - Wienerberg mit Linienkreuz Rathaus

Weitere Informationen:

o Aktuelle Planungen und Projekte:

www.wien.gv.at/stadtentwicklung/02/01.htm
o RK-Spezial: www.wien.gv.at/ma53/rkspez/2001/12/index.htm

(Schluss) gb/hei

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