Rudolph: Gürteldreieck - Bauprojekt bestimmt Flächenwidmungsänderung

Amtsblatt der Stadt Wien dokumentiert die Stadtplanung der Beliebigkeit.

Wien, 21-02-2002 (fpd) - Auch beim Bauprojekt "Gürteldreieck" diktieren die Baupläne das laufende Flächenwidmungsverfahren, kritisierte heute der Döblinger FPÖ-Gemeinderat Herbert Rudolph. Dies wird sogar vom offiziellen Amtsblatt der Stadt Wien bestätigt. In der Ausgabe Nr.4 ist auf Seite 5 zu lesen, daß das seit 1998(!) entwickelte Immobilienprojekt in seinen Grundzügen in das aktuelle, also laufende Änderungsverfahren des Flächenwidmungsplanes eingeflossen ist. Im Gegenzug akzeptierte der Projektbetreiber das architektonische Auswahlverfahren der Gemeinde. Die Stadtplanung der Gemeinde orientiert sich in diesem Döblinger Bezirksteil mit extrem unterdurchschnittlicher Wohnqualität nicht an den Bedürfnissen der Bewohner sondern an den Bauabsichten eines großen Konzerns. Wegen der unzumutbaren Umweltqualität dürfen in dem geplanten Projekt Gürteldreieck keine Wohnungen errichtet werden - so sieht es der eben in Überarbeitung befindliche Flächenwidmungsplan vor.
Bei den Bewohnern entlang des Döblinger Gürtels zeigt sich der SP-Planungsstadtrat Schicker nicht so empfindlich. Für deren Hebung der Lebensqualität sieht der neue Flächenwidmungsplan nichts vor. Eher läßt sich vom Gegenteil sprechen. Durch das Projekt "Gürteldreieck" wird die Verkehrsbelastung zunehmen und der ohnehin notorische Parkplatzmangel weiter verschärft.

FPÖ fordert Bürgerversammlung

Die mit dem Projekt "Gürteldreieck" zwangsbeglückten Bewohner entlang des Gürtels sollen zumindest über die veränderte Flächenwidmung und das Tillner- Beton-Stahl-Glasprojekt offiziell informiert werden, fordert Rudolph. Nur so haben die Menschen aus diesem Bezirksteil die Möglichkeit auch ihre Bedenken zu äußern und Veränderungen einzufordern. Ein Antrag der FPÖ in der letzten Sitzung der Döblinger Bezirksvertretung eine derartige Bürgerversammlung gemäß Wiener Stadtverfassung einzuberufen, wurde von Schwarz, Rot+Grün abgelehnt. Für Rudolph ein beschämendes Zeichen des Umganges mit den sozial unterprivilegierten Bewohnern Döblings.(Schluß) jen

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