Neue Chancen durch Neustrukturierung des VOR

Öffentlichen Personen-Nahverkehr der Ostregion in einer Hand bündeln

Ost-Region (VOR) - Wien, (OTS) Die Neustrukturierung des Verkehrsverbundes schon bisher dem größten in Österreich - wird
kommen, allerdings ist nach wie vor die Frage offen, wie es mit der Beteiligung des Bundes aussieht. Die Ankündigung des Bundes, auszusteigen und seine Anteile an die Länder abzutreten, war im September vergangenen Jahres erfolgt, wenn auch unter der Zusage, den finanziellen Verpflichtungen weiterhin nachzukommen. Die Unterschrift unter das diesbezügliche Übereinkommen fehlt allerdings noch, rein formell wäre die Kündigungsfrist mit dem Jahresende 2001 begrenzt gewesen.

Unabhängig davon sind die Gespräche zwischen den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland gelaufen, bei denen sich nach der alten Prozentbeteiligung - 50 Bund : 30 Wien : 15 Niederösterreich : 5 Burgenland -, wie der Geschäftsführer des VOR, Direktor Manfred Novy, erläutert, jetzt ein Aufteilungsschlüssel 44 Wien : 44 Niederösterreich : 12 Burgenland, abzeichnet. Allerdings brächten dafür die Bundesländer Niederösterreich und Burgenland als Einzugsgebiet für der VOR dann die gesamte Fläche ein, was - zusammen mit Wien - einer Bevölkerung von rund 3,5 Millionen entspräche.****

Durchaus als Chance sieht das Novy, um "einen Verkehrsverbund zu schaffen, der den tatsächlichen Pendlereinzugsbereich umfasst. Es sollten die restlichen Bereiche Niederösterreichs und des Burgenlandes erfasst werden, und zwar so, dass die Fahrgäste aus diesen Räumen die Abgrenzungen nicht spüren, also Überlappungen und gemeinsame Fahrtausweise. Dann käme von der Tarifgestaltung bis hin zu Verkehrsorganisation der öffentliche Personen-Nahverkehr in der Ostregion in eine Hand".

Derzeit besteht keine einheitliche Tarifstruktur: Im Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) erfolgt die Fahrpreisberechnung nach der jeweiligen individuellen Entfernung (Kilometerbasis), beim VOR dagegen sind es Zonentarife. Mit einer einheitlichen Tarifstruktur, präzisiert der VOR-Geschäftsführer, könnte man sowohl für die Menschen in den dünn besiedelten Gebieten als auch für die nach Wien (oder beispielweise St. Pölten oder Wiener Neustadt) Einpendelnden etwas bewirken.

Was das Fahrgastaufkommen betrifft, hat der VOR auf Schiene und Straße im Jahr 2001 (vorläufige Zahl) rund 785 Millionen Personen befördert, wovon auf Wien 81 Prozent entfallen sind. Betrachtet man die neuen Einzugsgebiete, so würden dort etwa 80 Prozent auf Schülerfahrten entfallen - im gesamten (derzeitigen) VOR-Bereich beträgt der Anteil der Schüler rund 25 Prozent.

Bezüglich der Verkehrsorganisation wäre, so Novy, für die Zukunft mehr Unterstützung durch manche Gemeinden wünschenswert, vor allem in Verknüpfungspunkten - seien es generell Hinweise auf die Lienenführungen bzw. Umsteigmöglichkeiten oder auch Fahrplaninformationen. Auch ein Viertelstunden-Takt auf der Schnellbahnlinie "S 7" und eine Taktverdichtung auf der Schnellbahnlinie "S 80" (Hirschstettener Strecke) stünden auf einer imaginären Wunschliste der VOR-Verantwortlichen. (Schluss) pz

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