Leichtfried: Bayrischer Weg in der Atompolitik nicht nachvollziehbar

Europaweiter Ausstieg aus der Kernenergie und objektive Untersuchung der Nullvariante zu Temelin weiterhin Gebot der Stunde

St. Pölten, (SPI) - Wenn die bayerische Landesregierung die Stilllegung von Temelin fordert, so sollte sie im gleichen Atemzug der Öffentlichkeit einmal erklären, warum Bayern in Deutschland selbst massiv gegen den landesweiten Ausstieg aus der Atomenergie, von der rotgrünen Bundesregierung beschlossen, agiert. Hier wird im Vorfeld der Bundestagwahlen offenbar ein ‚doppelzüngiger Kurs' gefahren. Bayern ist mit seinem deutlichen Pro-Atomenergie-Kurs auch vor dem deutschen Bundesverfassungsgerichtshof gescheitert", kommentiert der Anti-Atom-Sprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Günter Leichtfried, die jüngste Wortmeldung Bayerns zu Temelin.****

Besorgniserregend sind die jüngsten Pannen in Temelin und die immer wieder aufgedeckten technischen Schwierigkeiten allemal. Die Pannenserie lässt schließen, dass die technische Konzeption des Temelinmeilers so niemals in Regelbetrieb gehen kann und darf. "Wenn daher ein weiterer Betrieb nicht zu verantworten ist, was die NÖ Sozialdemokraten immer wieder klar dargelegt haben, so gewinnt zwischen Tschechien und Österreich einerseits sowie zwischen der EU und Tschechien die objektive Prüfung und Untersuchung der ‚Nullvariante' eine immer entscheidendere Bedeutung. Österreich sollte gemeinsam mit den anderen Nachbarn auf die Prüfung der Nullvariante bestehen. Österreich sollte aber auch, gemeinsam mit vielen anderen gleichgesinnten Nationen, auf den europaweiten Ausstieg aus der Kernenergie drängen. Jedes Atomkraftwerk ist gefährlich und ein Sicherheitsrisiko - auch die Kraftwerke in Bayern", so Leichtfried.
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