BMSG: Seniorenbericht im Sozialausschuss von allen Fraktionen angenommen

Seniorenvertreter erstmals im Sozialausschuss

Wien (BMSG/OTS) - Alle Parlamentsfraktionen haben im heutigen Sozialausschuss den ersten österreichischen Seniorenbericht einvernehmlich angenommen. Auf über 659 Seiten informiert der "Bericht zur Lebenssituation älterer Menschen in Österreich" detailliert über das Leben der älteren Menschen in Österreich. Erstmals nahmen auch Seniorenvertreter an der Sitzung des Sozialausschusses teil.

Vertreter der Seniorenorganisationen begrüßten die Aufwertung des Seniorenrates als gesetzliche Interessensvertretung der älteren Menschen in Österreich durch die Bundesregierung. Lob erhielt Bundesminister Mag. Herbert Haupt, der im Sozialausschuss durch Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Waneck vertreten wurde, für sein Engagement zu Gunsten der älteren Menschen. In der kurzen Zeit, in welcher Bundesminister Haupt den Vorsitz im Seniorenrat inne habe, wäre in einer Reihe von Anliegen der Senioren Einigung erzielt worden, z.B. bei der Verankerung eines Diskriminierungsverbotes nach dem Alter in der Bundesverfassung.

Für den 6. März 2002 kündigten die Seniorenorganisationen eine parlamentarische Enquete unter Einbeziehung des BMSG an, die sich mit der Frage der Sicherheit von älteren Menschen im Haushalt und im Verkehr auseinandersetzen soll.

Wichtige Themen im heutigen Sozialausschuss waren jene Kapitel des Seniorenberichtes, die sich mit der Lage älterer Menschen aus wirtschafts- und sozialpolitischer Sicht beschäftigen. Hier galt das besondere Interesse der Situation der älteren Frauen, die in unserer Gesellschaft besonders benachteiligt sind. Staatssekretär Waneck verwies in diesem Zusammenhang auf eine Arbeitsgruppe zur Alterssicherung von Frauen, die im BMSG eingerichtet wurde.
Die Lage der älteren Frauen ist auch Thema einer Fachtagung am 25./26. Februar 2002 im Europahaus in Wien.

Großen Raum nahm im heutigen Sozialausschuss auch die Pflege der älteren Menschen ein, wobei einhellig festgestellt wurde, dass dieses Problem nicht auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden dürfte. Hier müssten zukünftig vermehrt ambulante Dienste miteinbezogen werden.

Die Initiative Musterheimvertrag des BMSG, mit dem die Rechtsstellung der Bewohner von Pflegeheimen gestärkt werden soll, fand breite Unterstützung.

Die Ergebnisse des Seniorenberichtes sollen in den Bundesseniorenplan einfließen, der noch in diesem Jahr unter Federführung von Bundesminister Haupt und in Zusammenarbeit mit dem Seniorenrat in Angriff genommen wird.

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