Scheele: Kennzeichnung von genetisch veränderten Lebens- und Futtermitteln wird ausgeweitet

Wien (SK) "Es gibt eine Reihe positiver Ansätze im Kommissionsvorschlag zu genetisch veränderten Lebens- und Futtermitteln - wie die längst überfällige Kennzeichnung von Futtermitteln - und auch die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel sind weitreichender als bisher", erklärte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, Berichterstatterin im Umweltausschuss zum Thema 'Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel' am Dienstag anlässlich der ersten Debatte im Umweltausschuss. "Wir müssen uns noch dafür einsetzen, dass auch Enzyme, Verarbeitungshilfsstoffe sowie Produkte von Tieren, die mit Gentechnik-Produkten gefüttert wurden, entsprechend gekennzeichnet werden", so Scheele. ****

Kritisch sieht Scheele die Zulassungsfähigkeit von Lebens- oder Futtermitteln, die Verunreinigungen mit bisher in der EU nicht zugelassenen genetisch veränderten Organismen (GVO) enthalten. "Der einprozentige Schwellenwert ist zu hoch. Wir brauchen die niedrigstmöglichen Grenzwerte, die in der Praxis durchführbar sind", unterstrich Scheele. Bisher sei außerdem ungeklärt, wie genaue Messungen in diesem Bereich durchführbar wären.

Scheele kritisierte ferner das "Zulassungsverfahren, das bei der Europäischen Lebensmittelbehörde örtlich und inhaltlich zu sehr konzentriert" sei. "Kann oder soll die Europäische Lebensmittelbehörde überhaupt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen?", schloss Scheele. (Schluss) wf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK