Sima zur 30. Panne in Temelin: "Es reicht!"

Betreiber schlagen selbst Warnungen der tschechischen Aufsichtsbehörde in den Wind

Wien (SK) "Es reicht!", kommentiert SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima das Bekannt werden der gestrigen 30. Panne im grenznahen AKW Temelin. "Die Betreiber haben das AKW nach dem 29. Zwischenfall, der sich am 7. Februar im nuklearen Teil abgespielt hat, trotz Warnung der tschechischen Atomaufsichtsbehörde übereilt wieder ans Netz angeschlossen. Die Verantwortlichen schlagen überhaupt seit Monaten sämtliche Warnungen - selbst jene der nicht eben Temelin-kritischen Aufsichtsbehörde - in den Wind und Temelin produziert eine Panne nach der nächsten", so Sima am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die aktuellen Probleme hätten inzwischen die bayrische Landesregierung dazu veranlasst, eine Stillegung Temelins zu fordern. "Von Seiten der österreichischen Bundesregierung herrscht in der Causa Temelin seit dem Veto-Volksbegehren Schweigen im Walde", kritisiert Sima. Blau-schwarz hätte das Energiekapitel mit Tschechien unnötiger Weise verfrüht abgeschlossen und damit das AKW mit all seinen Konsequenzen akzeptiert. "Die nun geplante baldige Inbetriebnahme des zweiten Blocks von Temelin ist angesichts der völlig ungelösten Sicherheitsprobleme ebenso unverantwortlich, wie das erneute Hochfahren des ersten Reaktorblocks. Es ist davon auszugehen, dass sich die zahlreichen Pannen und Zwischenfälle vom ersten Block im zweiten 1:1 wiederholen werden, da die grundlegenden Defizite bis heute nicht beseitigt werden konnten", schloss Sima. (Schluss) se/mm

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