ÖGB-Leutner: Belastungen für ArbeitnehmerInnen zurücknehmen

Lohnsteueraufkommen explodiert

Wien (ÖGB). "Die Regierung muss die Belastungen für die ArbeitnehmerInnen zurücknehmen." Das fordert der leitende Sekretär im ÖGB, Dr. Richard Leutner, angesichts der aktuellen Debatte um eine Steuerreform.++++

Das Lohnsteueraufkommen sei von 14,46 Mrd. Euro (199 Mrd. Schilling) im Jahre 2000 auf 215 Mrd. Schilling (15,62 Mrd. Euro) im Jahre 2001 gestiegen, erklärte Leutner. Das Aufkommen soll im Jahr 2002 auf 17,07 Mrd. Euro (235 Mrd. Schilling) weiterwachsen, und bis zum Jahr 2003 insgesamt auf 17,8 Mrd. Euro (245 Mrd. Schilling) explodieren, so Leutner.

"Steuerliche Maßnahmen zur Entlastung der Masseneinkommen haben Vorrang gegenüber Lohnnebenkostensenkungen, diese hat keine Priorität und wäre in der gegebenen Situation der falsche Weg", so Leutner. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie (Sachgütererzeugung) hat sich gemessen an den Lohnstückkosten gegenüber den Handelspartnern von 1997-2001 um fast 13 Prozent verbessert.

"Die Belastung ist ungleichmäßig verteilt, die Budgetkonsolidierung gehe auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, während die Unternehmer entlastet werden und weitere Entlastungen fix zugesagt sind. Es ist an der Zeit, dass die ArbeitnehmerInnen endlich spürbar entlastet werden", so Leutner.

Leutner: "Wir erwarten uns, dass die Regierung noch in dieser Legislaturperiode die Wende zu einer arbeitnehmerfreundlichen Politik vollzieht. Eine Steuerreform mit einem Schwerpunkt auf die kleineren und mittleren Einkommen zur Entlastung der ArbeitnehmerInnen wäre das Mindeste."(hell)

ÖGB, 20. Feber 2002
Nr. 153

Rückfragen & Kontakt:

Erik Helleis
Tel. (01) 534 44/290 DW
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB