Berger: Liberalisierung des Autovertriebs im Ansatz richtig

Wien (SK) "Solange der Automarkt sich wie bisher abschottet, können die Menschen nicht spüren und glauben, dass es einen Binnenmarkt gibt. Unterschiedlichste Preise und Verkaufsbeschränkungen, wie sie bisher zur Anwendung kamen, nehmen einer der wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union, dem Binnenmarkt, jegliche Glaubwürdigkeit", erklärte die oberösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Maria Berger, die hierzu eine Stellungnahme für den Ausschuss für Recht und Binnenmarkt verfasst, Dienstag im Rahmen einer Aussprache mit Wettbewerbskommissar Mario Monti im Europäischen Parlament. Das Anliegen Montis, den Autovertrieb in Europa zu liberalisieren, sei daher zum größten Teil "voll unterstützenswert", so Berger. ****

"Autohändler müssen die Möglichkeit haben, mehrere Automarken in ihren Räumlichkeiten anzubieten", stellte Berger klar. Der Handel mit Originalersatzteilen müsse geöffnet werden. Aus sozialdemokratischer Sicht sei es ferner unerlässlich, dass "Software, die heute für die Einstellung der Autoelektronik notwendig ist, auch für Pannendienste und freie Werkstätten frei verfügbar sein muss".

Mögliche Probleme sah Berger in der "zu abrupten Umstellung" des Systems. Auch die Händler seien angesichts der derzeitigen Kündigungswelle noch besser gegen Kündigungen zu schützen. 400 bis 600 Händlerverträge würden derzeit pro Jahr in Europa gekündigt, schloss Berger. (Schluss) ml/mm

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