BRUCKMANN: MEILENSTEIN IM VERSTÄNDNIS DER GENERATIONEN FÜR EINANDER

ÖVP-Seniorensprecher beurteilt Seniorenbericht 2000 positiv - Debatte im heutigen Sozialausschuss

Wien, 20. Februar 2002 (ÖVP-PK) Im heute tagenden Sozialausschuss steht u.a. die Behandlung des Seniorenberichtes 2000 auf der Tagesordnung. Für ÖVP-Seniorensprecher Abg. Univ.Prof. Dr. Gerhart Bruckmann stellt dieser Bericht einen Meilenstein im Verständnis der Generationen füreinander dar. Das erklärte Bruckmann heute, Mittwoch.****

"Der Bericht kann in zweifacher Richtung gelesen werden", führte Bruckmann aus: "In statischer Betrachtungsweise bringt er umfassende Informationen über die Lage, die Probleme und die finanziellen Verhältnisse der älteren Mitbürger. In dynamischer Sichtweise widerspiegelt er die größte demografische Umwälzung der gesamten Menschheitsgeschichte, das Entstehen einer neuen Generation, die sich zwischen die aktive Generation und die (betreuungsbedürftige) letzte Generation einschiebt. Dieses Phänomen kann negativ oder positiv gesehen werden:

Bleibt man bei den gegenwärtigen Rollenklischees, so müssen die Pensionen von morgen als unfinanzierbar angesehen werden: Kommt heute auf je drei Österreicher im arbeitsfähigen Alter (15 bis 60 Jahre) ein über 60-jähriger, so werden es in 30 Jahren zwei sein. In positiver Sichtweise muss die Grundsatzfrage gestellt werden, nicht nur welche Rechte, sondern auch welche Pflichten dieser neuen Generation zukommen, für die Leopold Rosenmayr die treffende Bezeichnung "gewonnene Generation" gefunden hat", sagte Bruckmann.

Der Seniorenpolitiker weiter: "Was die Rechte betrifft, so sei beispielhaft fest gehalten, dass die über 60-jährigen rund ein Drittel der Wähler stellen, von einer adäquaten Mitbestimmung aber (noch) weitgehend ausgeschlossen sind. Was die Pflichten betrifft, so werden diese in informeller Hinsicht längst wahrgenommen: Vielfach sind beide Elternteile berufstätig, sodass der Dritten Generation die Obsorge nicht nur für die Vierte Generation, sondern auch für die Erste Generation obliegt. Aber auch unser gesamtes karitatives und kulturelles Vereinswesen käme ohne die Tätigkeit dieser Dritten Generation, die zwar dem Erwerbsleben bereits entwachsen, aber noch voll aktiv ins Dasein integriert ist, zum Erliegen."

"Dieser Seniorenbericht markiert den Beginn von Entwicklungen, denen in den nächsten Jahren erheblich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, als dies bisher der Fall war", fasste Bruckmann abschließend zusammen.
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