Maßnahmen und Tarife für Seen

Bundesforste präsentierten Tarifmodell vor Kärntner Landesregierung

Wien (OTS) - Gemäß dem Vertrag zwischen der Kärntner Landesregierung und den Österreichischen Bundesforste (ÖBf) präsentierten die Vorstandsdirektoren Georg Erlacher und Thomas Uher diese Woche die zukünftige Seen-Gebarung durch die Bundesforste. Dabei wurden vor allem die Grundsätze im Umgang mit den Seen und seinen Anrainern sowie das Tarifmodell besprochen.

Mit der Überführung der Seen in die Betreuung der Bundesforste werden diese nach modernsten ökologischen Maßstäben betreut und es wird eine Fülle von Aktivitäten im Sinne der Natur und im Sinne der Öffentlichkeit geben " vom Ankauf von ökologisch bedeutsamen Seeufern bis zur Wiederherstellung von Schilf- und Röhrichtzonen. Darüber hinaus wird durch die Betreuung und Pflege von vielen Kilometern Naturufer der freie See-Zugang für alle Österreicherinnen und Österreicher ermöglicht. Die Bundesforste garantieren weiters, dass die See- und Seeuferflächen nicht verkauft werden, sondern im Eigentum der Republik Österreich bleiben.

Die notwendigen Mittel, um diese Investitionen in die österreichische Wasserlandschaft zu gewährleisten, können im Zuge einer marktorientierten Verpachtung im Bereich der Seen bereit gestellt werden. Diese Marktorientiertheit gilt für private und kommerzielle Nutzer und deren exklusive Nutzung von Seeufern und Seeflächen. Für öffentliche Nutzung sind umfangreiche und langfristige Ermäßigungen vorgesehen. So erhalten Hilfsorganisationen Ermäßigungen bis zu 100% für Einrichtungen zum unmittelbaren Ausüben ihrer Aufgaben. Die Verträge mit Gemeinden bleiben bis Ende 2021 unangetastet. Für neue Verträgen mit Gemeinden wird es Ermäßigungen bis zu 75% geben. Der Forderung des Landes Kärnten entsprechend sind Ermäßigungen für Rudervereine vorgesehen. Weiters wird es für Tourismusbetriebe in Härtefällen Einzellösungen geben.

Für die exklusive Nutzung des Sees durch Private bzw. durch kommerzielle Verwerter gibt es marktkonforme Tarifwerte, die sich an den Grundstückswerten, deren Wertrahmen von unabhängigen Gutachtern erhoben wurden, orientieren. Als Ausgangsziffer wurden in Anlehnung an die Bewertungsgrundsätze von Grund und Boden 4% des Verkehrswertes entsprechender Grundflächen festgelegt, wobei Abschläge aufgrund der eingeschränkten Verkehrsfähigkeit von über 50% vorgenommen wurden. Zusätzlich wird es im Sinne einer kontinuierlichen Tarifanpassung eine langfristige Einschleif-Phase über einen Zeitraum von 10 Jahren geben. Um punktuelle Belastungen zu vermeiden, beträgt in diesem Einschleifzeitraum die reale Erhöhung pro Jahr maximal 8%. Die Tarife für Bojen werden nicht angehoben.

Diese transparente und langfristig berechenbare Tarif-Struktur bildet die Grundlage für ein konstruktives Verhältnis der Österreichischen Bundesforste mit den Anrainern und Nutzern der Seen - von der breiten Öffentlichkeit über die Gemeinden bis zu den privaten und kommerziellen Kunden.

Für die Ende letzen Jahres an die Österreichischen Bundesforste übertragenen Seen gilt der "Große Gemeingebrauch", der die allgemeine kostenlose Nutzung zum Beispiel zum Baden oder Tauchen für jedermann festschreibt. Diesem Umstand widersprechende Befürchtungen, die sich durch Schlagworte wie Bade-, Tauch- oder Eislaufschilling medial manifestierten, können nachhaltig entkräftet werden.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Schragl
Tel.: (01) 711 45/45 93
B.Schragl@oebf.at
http://www.bundesforste.at

Österreichische Bundesforste AG (ÖBf AG)

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBF/OBF