Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik/Reichhold

Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Von Treue und Wunder

Utl.: Ausgabe vom 20. Feb. 2002=

Frühe Sager, späte "Kopfnuss"? Auch wenn sich
Mathias Reichhold - gestern angelobter Infrastrukturminister - wie ein Slalom-Goldanwärter durch die Tore hartnäckiger Journalisten-Fragen schlängelte - manche Menschen vergessen nie: Sie befördern Ansagen zu Tage, die von Reichholds unterwürfiger Treue zu Jörg Haider erzählen. Ansagen, die da wären: "Ich schreibe Mathias mit einem ´t´ - außer der Jörg will es anders."
Ein Beispiel, das sagen soll: Leicht wird es der neue Minister nicht haben. Abgesehen davon, dass sein Infrastrukturressort in die Kategorie "Mega-Mega" einzustufen wäre: Straße, Schiene, Wasser, Post, Telekom, Entwicklung und Forschung lassen Großes erahnen. Und damit Böses. Haben doch schon zwei Parteifreunde vor ihm binnen zwei Jahren genervt kapituliert. Erinnern wir uns an jenes Argument, das als "leere Batterien"-Groteske in die Geschichte eingehen wird... Bevor Reichhold zum Durchstarten ansetzen kann, muss er - ob er will oder nicht - sich mit einem quälen: Ist er ein "Haider-Klon", wie es die Opposition definiert? Tatsache nämlich bleibt - und da helfen keine Slalom-Akribien: Der Kärntner Landeshauptmann hat bereits zu viele Intimi in der Regierung postiert, als das man seinen Rückzug aus der Bundespolitik ernst nehmen könnte. Wer bitte ist ihm von der Ministerriege nicht treu ergeben? Die Generalvollmacht für Parteichefin Riess-Passer jedenfalls reduziert sich auf eine peinliche Farce: Sie dürfte wohl nur Kanzler Schüssel auf ein Wunder hoffen lassen. Nicht nur, weil ihm keine Alternative bleibt...

Rückfragen & Kontakt:

Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
E-Mail: ktzredaktion@apanet.at

Kärntner Tageszeitung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI/KTI