LR Schmid: "Bekenntnis zu Qualität der Altenpflege"

Rechnungshofbericht zu Alten- und Pflegeeinrichtungen unterstreicht die Zielsetzung des Landes

Feldkirch (VLK) - Soziallandesrätin Greti Schmid zieht aus
dem Bericht des Landesrechungshofes über die Alten- und Pflegeeinrichtungen ein positives Resümee. "Die Ergebnisse
zeigen, dass unser eingeschlagener Weg zur Erhaltung der
Qualität der Pflege richtig ist. Im Interesse der pflegebedürftigen Menschen sind die vom Landesrechnungshof empfohlenen Maßnahmen bereits in der Projektphase bzw.
mitten in der Umsetzung", so Schmid. ****

Ausgehend von den Kostenentwicklungen der letzten Jahre
und den qualitativen Anforderungen für eine angemessene
Pflege im stationären Bereich hat das Land in Kooperation
mit dem Gemeindeverband eine Reihe von Maßnahmen gesetzt.
Der Prüfbericht bestätigt für Schmid, dass man hier auf dem richtigen Weg ist, um bei einer künftig gedämpften Kostenentwicklung den hohen pflegerischen Standard
weiterhin zu halten.

Die wesentlichen Empfehlungen des Landesrechnungshofes
sind bereits in Umsetzung und sollen in Zukunft vor allem
das Kostenbewußtsein und die Realisierung von Synergien in
den einzelnen Heimen und Regionen verstärken. "Um
langfristig hohe Qualität erbringen zu können, müssen wir gemeinsam optimale und kostenbewusste Lösungen erarbeiten", zeichnet LR Schmid die Strategie vor und verweist dazu auf
folgende Ansätze:
- Zur Begrenzung der Tarifentwicklungen wurde mit 1. Jänner
2002 gemeinsam mit dem Gemeindeverband die Einführung von Kostenobergrenzen pro Pflegestufe für überdurchschnittlich
hohe Tarife wirksam.
- Eine Arbeitsgruppe hat bereits vor einem Jahr ein Kalkulationsmodell ausgearbeitet, das auf einen
einheitlichen Leistungskatalog aufbaut. Dieses Modell wird
seit mehreren Monaten von rund 20 Heimen im Land erprobt
und so, wie vom Rechnungshof angeregt, evaluiert und
adaptiert.

  • Im Leistungskatalog werden die Pflegeleistungen definiert.
  • Zur Sicherung vergleichbarer Leistungen und Einstufungen wird derzeit ein Bewertungsinstrument vorbereitet, das sicherstellen soll, dass es im ganzen Land einheitliche Pflegeeinstufungen gibt.
  • Angemessene Pflege langfristig zu sichern, ist auch eines der Ziele des am 30. Jänner 2002 im Landtag beschlossenen Pflegeheimgesetzes.
  • Der Regionale Bedarfs- und Entwicklungsplan des Landes Vorarlberg, der im letzten Jahr erstellt wurde, ist ein weiteres wertvolles Instrument, um die regionale Weiterentwicklung der bedarfsorientierten Pflege zu sichern.

Pflegenetz Vorarlberg

Das von Landesrätin Schmid im November ins Leben
gerufene Pflegenetz Vorarlberg ist ein wichtiges Instrument
bei der Weiterentwicklung der ambulanten und stationären
Betreuung der alten und kranken Mitmenschen im Lande. Vier Schwerpunkte werden derzeit von Fachleuten behandelt:
- Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige wie z.B. Information, Entlastung, Supervision usw.
- Ausbau der Tages- und Urlaubsbetreuung
- Sicherung des Personalbedarfes
- strukturelle Weiterentwicklung der Pflegeheime

Gleiche Pflegeleistung zu gleichem Preis

"Eine gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und die vorausschauende Planung zur Umsetzung von Maßnahmen sollen
unser Ziel - gleiche Pflegeleistung zu gleichen Kosten im
ganzen Land - mittelfristig sichern", sieht Schmid im Rechnungshofbericht die gesetzten Maßnahmen bestätigt. Bei
allen Bemühungen um eine angemessene stationäre Pflege
stehe jedoch immer noch das Motto im Vordergrund, Menschen
so lange wie möglich zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung
zu betreuen. "Dazu wird es auch in Zukunft kräftige
finanzielle Unterstützung der ambulanten Dienste geben", so
Schmid abschließend.
(gw,nvl)

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