Vereinsrichtlinien 2001: Besserstellung für Festveranstaltungen

Finanzministerium stellt klar, Benefizveranstaltung von Sozialvereinen bleibt unversteuert

Wien (OTS) - Das Finanzministerium stellt in seiner Aussendung
klar, dass die Vereinsrichtlinien 2001 keine Schlechterstellung für Vereine bringen, sondern vielmehr werden Charity-Feste nach der neuen Rechtsauslegung einmal jährlich auf jeden Fall von allen Abgaben befreit.

Die seit vielen Jahren geltenden Vereinsrichtlinien 1982 sind im Wesentlichen inhaltlich unverändert in die neuen Vereinsrichtlinien 2001 übernommen worden. Es wird daher für Feste weiterhin der Grundsatz gelten, dass diese als entbehrlicher Hilfsbetrieb de facto steuerfrei gestellt sind. Davon profitiert die Mehrzahl unserer Sport-, Musik- und Kulturvereine.

Bei der Gewinnermittlung ist die unentgeltliche Mitarbeit der Vereinsmitglieder bei der Ausrichtung der Veranstaltung mit einem Betriebsausgabenpauschale von 20 % des Umsatzes verbunden und es steht ein Veranlagungsfreibetrag von EUR 7.300,-- zu. Umsatzsteuerrechtlich gilt für diesen Festbetrieb wie bisher die Liebhabereivermutung.

Nur solche Veranstaltungen, bei denen die Allgemeinheit breit angesprochen wird und die auf Grund ihrer Organisation und des Programms einem begünstigungsschädlichen Gewerbebetrieb nahe kommen (wie beispielsweise ein Fest unter Mitwirkung berühmter Künstler bei großangelegten Werbeaktionen), sind wie bisher gesondert zu betrachten. Der veranstaltende Verein würde zwar durch diese Festveranstaltung seine Begünstigung verlieren, kann aber jederzeit eine Ausnahmegenehmigung bei der Finanzlandesdirektion erwirken, sodass nur die Festveranstaltung alleine steuerpflichtig wird.

Für Sozialvereine (z. B. Rotes Kreuz, Rettet das Kind, Krebshilfe, usw.) enthalten die Vereinsrichtlinien 2001 auf jeden Fall keine Verschlechterung, sondern insofern eine Besserstellung gegenüber den bisherigen Richtlinien, als die jährlich einmalige Benefizveranstaltung unabhängig von ihrer Größe unter bestimmten Voraussetzungen jedenfalls steuerfrei gestellt wird.

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