Schaschl: Trotz leichten Umsatzrückgangs, vorsichtiger Optimismus

Aufwind erst für 2003 - Rasch handeln, um Bauwirtschaft aus der Krise zu holen

Wien (PWK127) - "Wir müssen in der Stein- und keramischen
Industrie 2001 einen Umsatzrückgang von 1,25 Prozent auf 2,73 Mrd. Euro verzeichnen. Während unsere 360 Mitgliedsbetriebe das erste Halbjahr noch mit einer schwarzen Null abschließen konnten, war der Rückgang im zweiten Halbjahr jedoch um so schmerzhafter", sagte Erhard Schaschl, Obmann des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, bei der Jahrespressekonferenz seines Verbandes. Einen spürbaren Aufschwung erwarte er aber erst für 2003, "vorausgesetzt der Generalverkehrsplan hält, was er verspricht". "Aber noch liegen die Projekte in den Schubladen der Bürokraten. Jetzt muss sauber geplant und rasch gehandelt werden, damit die Bauwirtschaft endlich und nachhaltig aus der Krise herauskommt", so Schaschl.

Starke Einbrüche verzeichneten vor allem die bauabhängigen Branchen:
Bei Sand und Kies brach der Umsatz um fast 20% ein. Sowohl in der Transportbetonbranche als auch im Asphaltgeschäft bekamen die Firmen die verringerten Investitionen der Gemeinden und Länder kräftig zu spüren, die insbesondere beim Straßenbau den Rotstift ansetzten. Kritisch ist die Lage auch beim Schotter (-10%), wo die rückläufigen Investitionen im regionalen Straßenbau ebenso deutliche Spuren hinterlassen haben.

Einen nennenswerten Umsatzzuwachs erzielte die Zementindustrie mit 3,7 %. Bei einem leicht auf rund 4,5 Mio. Tonnen rückläufigen Zementverbrauch konnten die niedrigeren Importe besonders aus dem Osten Europas ausgeglichen werden. Außerdem spiegelt sich der Trend zu höherwertigen Zementsorten im Umsatzzuwachs wider.

Besser als im Durchschnitt lief es auch in der Beton- und -fertigteilindustrie (+0,7%). Obwohl der Absatz der Produkte für den Hochbau um 3,4% und den Tiefbau sogar um 7,8% zurückging, konnte durch die Investitionsbereitschaft von Industrie und Gewerbe der Absatz von Betonfertigteilen um 8,5 % gesteigert und damit in der gesamten Branche ein mit plus 0,7 % leicht positives Ergebnis erzielt werden.

Behaupten konnten sich im vergangenen Jahr wieder einmal die bauunabhängigen Branchen wie Feinkeramik (+7,7%), Schleifmittel (+3,9%) und Feuerfestindustrie (+6,4%). Insgesamt stieg der Umsatz in diesen stark exportorientierten Sparten um 6,7%. (us) (Fortsetzung) .

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