FSG: Sozialdemokratische LehrergewerkschafterInnen fordern offene Verhandlungen

Besoldungsreform für LehrerInnen wird hinter verschlossenen Türen ausgemacht

Wien (FSG). "Allen Versprechungen zum Trotz, die Sozialpartner bei Reformen miteinzubeziehen, laufen derzeit Gespräche zur geplanten Besoldungsreform der LehrerInnen ohne Beteiligung der Gewerkschaften.++++

"Es wurde nun bekannt, dass sich seit Monaten eine Arbeitsgruppe im Bildungsministerium mit dieser Materie auseinandersetzt. Die Gewerkschaft hatte bis jetzt noch immer nicht die Gelegenheit, ihre jahrelangen Forderungen auf den Tisch zu legen. Zum Beispiel:
Anhebung der Anfangsgehälter für JunglehrerInnen, um dieser Gruppe zu dem Zeitpunkt Geld in die Hand zu geben, wenn sie es tatsächlich braucht. Derzeit reicht das Gehalt nicht für Wohnungsbeschaffung, Gründung einer Familie etc. aus. Die diesbezüglichen Vorschläge der Gewerkschaft sind dem Dienstgeber seit Jahren bekannt.

Darüber hinaus sollten im Zuge dieser Reform auch weitere offene Punkte gelöst werden, Stichwort: Pflichtschullehrerausbildung auf Hochschulniveau. Hier verlangen die FSG-GewerkschafterInnen eine generelle Anhebung der Gehälter. Die Ansätze dazu finden sich im beschlossenen Akademienstudiengesetz, das im Endausbau 2007 umgesetzt sein soll. Unbedingt sollte auch wieder die derzeit völlig unbefriedigende Situation der Klassenvorstände repariert werden. Die FSG fordert hier dringend "Zeit für den KV".

Derzeit gibt es im Bildungsministerium nur Geheimgespräche, deren Verlauf niemand nachvollziehen kann.

Die sozialdemokratischen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der LehrerInnen in der GÖD, Marlene Heinzelmaier, Herbert Modritzky und Mag. Michael Zahradnik, verlangen nun, dass im Interesse der Kollegenschaft die Karten auf den Tisch gelegt werden.

Sollte der Dienstgeber irgendeinmal Ergebnisse auf den Tisch knallen wollen, so nach der Methode "Friss Vogel oder stirb", so sind Konflikte mit den Betroffenen vorprogrammiert.

FSG, 19. Feber 2002
Nr. 015

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