Morak gibt ersten Preisträger des "Würdigungspreises für grenzüberschreitende Kulturarbeit" bekannt

Egon Schiele Art Centrum in Krumau beispielgebend für grenzüberschreitende Kulturarbeit

Wien (OTS) - "Mit der Zuerkennung des ersten Würdigungspreises für grenzüberschreitende Kulturarbeit zeigen sich einmal mehr die tief verwurzelten Beziehungen zwischen Österreich und Tschechien auf kulturellem Gebiet," so Kunststaatssekretär Franz Morak, heute, Dienstag, anlässlich der Bekanntgabe der Zuerkennung des "Würdigungspreises für grenzüberschreitende Kulturarbeit" 2001 an das Egon Schiele Art Centrum Ceský Krumlov.

"Dass das Egon Schiele Art Centrum gerade in dieser sensiblen Zeit diese Auszeichnung erhält, ist ein besonderes Signal und beweist, dass Kultur losgelöst von politischen Befindlichkeiten über die Grenzen hinaus Wege ebnet, gegenseitiges Verständnis fördert und befruchtende Kooperationen ermöglicht. Die Arbeit des Egon Schiele Zentrums ist nicht nur für die Region sondern für die gesamten kulturellen Beziehungen wischen Österreich und der Tschechischen Republik ein wichtiger Impuls", so Morak.

Morak wies darauf hin, dass der Preis dem Egon Schiele Art Centrum in posthumer Anerkennung der besonderen Leistungen des im Dezember 2001 verstorbenen künstlerischen Leiters dieses Zentrums, Herrn Gerwald Sonnberger, zuerkannt wird. Gemeinsam mit dem Kunstsammler Prof. Serge Sabarsky gehörten Gerwald Sonnberger und Mgr. Hana Jirmusová nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zum Gründungs- und Aufbauteam des Egon Schiele Art Centrums ab dem Jahr 1992.

Der im Herbst letzten Jahres vom Bundeskanzleramt gestiftete Würdigungspreis für grenzüberschreitende Kulturarbeit ist mit 10.900.- Euro (rund ATS 150.000.-) dotiert und wird ausgeführten Kulturprojekten und -programmen gewidmet, die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen österreichischen Kulturschaffenden und solchen der uns benachbarten Beitrittskandidatenländer zur Europäischen Union zum Ziel haben. Das Egon Schiele Art Centrum in Krumau wurde auf Vorschlag einer Jury zum Preisträger 2001 gewählt. Als Auswahlkriterien galten den Juroren die regionale und soziale Innovation, die Entwicklungsfähigkeit der Institution, die künstlerische Qualität des Programms und die professionelle Organisation der Initiative.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1993 präsentiert Egon Schiele Centrum neben einer Dauer-Ausstellung von Arbeiten Egon Schieles und weiteren Ausstellungen der klassischen Moderne auch solche junger zeitgenössischer Kunst. Rund sechzig Ausstellungen von darunter so bedeutenden Künstlern wie Käthe Kollwitz und Emil Nolde, Oskar Kokoschka und Max Beckmann, Alfred Hrdlicka und Arnulf Rainer, waren bisher im Egon Schiele Art Centrum in Krumau zu Gast, weitere Personalen sind in Planung. Darüber hinaus werden seit 1994 Ateliers und Wohnräume an bildende Künstlerinnen und Künstler, sowie an Schriftstellerinnen und Schriftsteller für jeweils mehrere Monate zur Verfügung gestellt. Österreich, Deutschland, Ungarn und die Tschechische Republik haben Ateliers für zehn Jahre angemietet.

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